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Rocliow.

chard und die Quitzower dem Erzljiscliofe Günther von Magdeburg,welcher sieh mit dem Markgrafen verbunden hatte, ins Land, undtrieben bei Jüterbogk und Dahme Alles vor sich her. Als des Krzbi-schofs Hauptmann Gebhardt v. Plotlio ihnen Stand halten wollte, wurdeer (den 30. Novbr.) in einem Treffen an dem Flusse Stremme ge-schlagen und mit Peter v. Kotzen, seinem Unterbefehlshaber, gefan-gen. Endlich aber, als die vier Ritter der durch Bündnisse heran-wachsenden Uebermacht nicht mehr im freien Felde Widerstand lei-sten konnten, mussten sie sich in ihre festen Schlösser werfen. Allegingen nach und nach über bis auf Goltzow, in welchem sich Wichardv. Bochow gegen den Kurfürsten Rudolph von Sachsen, der ihn amTage St. Agnes 1414 eingeschlossen hatte, vertheidigte. Das grosseGeschütz, die faule Grete genannt, fing an, die Mauern der Burg zuzertrümmern, so dass sie zur Uebergabe gezwungen wurden. Erstzwei Jahre darauf bekam sie Wichard wieder, nachdem er Potsdamohne Erstattung des Pfandschillings abgetreten, und noch 660 Schockböhmische Groschen dazu gezahlt hatte. 1417 ging er schon mit sei-nem neuen Landesherrn nach Costnitz, und als dieser daselbst den18. April vom Kaiser feierlich mit der Mark beliehen wurde, ritt Bo-chow neben dem Kurfürsten in goldener Rüstung, das Panier derMark Brandenburg tragend. Noch in demselben Jahre zog er mit denGrafen Ulrich und Günther von Ruppin und den v. Schulenburg gegenden Herzog Johann von Stargardt, der ins Land gefallen war, undStraussberg belagerle, bei Koblank aber geschlagen und gefangenwurde. Als 1429 Friedrichs dritte Prinzessin, Magdalena, an denHerzog Friedrich den Frommen vermählt werden sollte, verbürgte sichWichard für seinen Kurfürsten mit Habe und Gut wegen des Braut-schatzes und Witthums,

Dietrich 1. v. Bochow (1450—1465), des Vorigen Sohn, war nebstseiner Gemahlin, Margaretha v. d. Schulenburg, in der Ritterbrüder-schaft der heiligen Jungfrau vom Berge zu Brandenburg, auch unse-rer lieben Frauen Kettenträger genannt, welche Kurfürst Friedrich II.gestiftet hatte, um Religiosität und Rittersinn aufrecht zu halten. Ihmgehörten die Güter seines Vaters, Hans IV. (der Nidder genannt).Dietrichs Sohn und Erbe lebte 1470 und 1521. Er begleitete AlbrechtAchilles auf seinen Feldzügen, schon ehe dieser zur Regierung derMark kam, und nannte sich kurfürstlicher Rath und Hauptmann zuSalzwedel. Kurfürst Johann Cicero gab ihm verschiedene Aufträge,und sandte ihn mit dem Bischöfe von Lebus naclt Braunschweig, umden Herzog Heinrich den Aeltern von Lüneburg mit dieser Stadt, dieer belagerte, zu versöhnen, welches ihnen soweit gelang, dass sie sich1494 ihrem rechtmässigen Herrn unterwarf. Er und seine Gemahlin,Anna v. Holleben, sind die Stammeltern von vier Hauptlinien der Fa-milie gewesen. Von ihren Söhnen stifteten Dietrich I. die Rekansche,Jahoh I. die Goltzowsche, Joachim I. die Gohvitzsche, und Hans V.die Plessowsche Linie.

I. Rekansche Linie.

Dietrich II. (1513 —1551), Hauptmann zu Zossen und kurfürstlicherRath, erhielt von dem väterlichen Erbe Rekahn , Krehne, Merdunk,Ratscherlinde, Brückermark und einen Antheil v. Goltzow, Pernitz,Griineiche, Müggenburg und Desmothe. Seine Gemahlin hiess Elisa-beth v. Alten.

Anton (1551 —1613), des Vorigen Sohn, war kurfürstlicher Rathund 1562 mit seinem Landesherrn auf dem Wahltage zu Frankfurt.Gemahlin Anna v. Lützendorf.