Rochow.
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kreuz), Plessow, Glien (Glindow) und Göhlsdorf beliehen.. Wegeneines Streites mit dem Kloster Lehnin wurde er 1359 mit zwei Vet-tern, Beide Richard genannt, in den Bann gethan, und da sie ihreFehde später noch fortsetzten, liess sie der heilige Vater durch seinenDeputaten Petrus Cambonus 1373 nach Rom bescheiden. Kurze Zeitverwaltete Hans das Amt eines Hofrichters.
1375 besass Wichard III. Hohen-Schönhausen, und zusammenmit seinen Vettern Stadt und Schloss Goltzow, Grebs, Brückermark,Pernitz, Göhlsdorf, Mesdunk, ßliesendorf, Lietzkendorf (jetzt diewüste Feldmark Lütchendorf), Ober- und Unter - Ferch, Glindow,Plessow, Kekahn, Krahne, Göttin, Rotscherlinde, Kammer, Galwitz,welches jedoch die v. Petzow von ihm zu Lehn hatten, Wildenbruch,Kemnitz, Gross- und Klein-Benitz, wozu noch Einkünfte aus derStadt Potsdam, aus Schwanebeck, Berg und Cammerode kamen. Nach-dem der Streit mit dem Kloster Lehnin noch eine Zeit lang gedauerthafte, endete er durch Markgraf Sigismunds Vermittelung dahin, dassder päpstliche Bann endlich 1379 wieder aufgehoben wurde.
Wichard IV. (der Aeltere genannt), Hans II. Sohn, wurde nachdem Tode seines Vetters Wichard III. Besitzer aller vorgenannten Gü-ter in der Zauche und im Havellande. Dazu verpfändete ihm derMarkgraf Jobst noch Stadt und Schloss Potsdam für 400 Schock böh-mische Groschen. Als die magdeburger Kdelleute Andreas von Neuen-dorlt' auf Parchim, Werner Kracht auf Berg und Kühne v. Wulllen aufGrabow Einfälle in die Mark thaten und in dem Treffen bei Marzahneviele Bürger von Brandenburg gelängen halten, wurde Wichard v. Ro-chow zu Hülfe gerufen. Dieser sass am lsten Dreikönigstage 1400mit allen seinen Knechten auf, setzte sich an die Spitze der branden-burger Bürger, drang bis gegen Burg vor, und machte, als es zumSchlagen kam, 36 Gefangene, welche er auf das Schloss Goltzowbrachte. 140.1 leislete er Brandenburg wieder Beistand, als die mag-deburgschen Kdelleute Ludwig v. Neuendorff, Johann v. Treskow undHenning v. Uenburg sich mit Hans v. Quitzow verbunden hatten, dieStadt zu überrumpeln. Sie hatten sich bei der Nicolaikirche ausser-halb derselben im Versteck gelegt, während ein Haufen an das Thorsprengte, Wichard iiel aber mit seiner Schaar aus und machte 40 Ge-fangene, unter denen die v. Neuendorff und v. Treskow waren. Des-halb bewilligte ihm Brandenburg das Oeffnungsrecht bei Tag und Nacht,und es beschloss nichts Wichtiges ohne seinen Rath.
Sein Sohn Wichard V. (der Jüngere genannt) Hatte von ihm dieStädte Goltzow und Potsdam mit ihren festen Schlössern, von zwan-zig Dörfern umgeben, geerbt, um die Zeit, wo Friedrich VI. vonZollern, Burggraf v. Nürnberg, vom Kaiser Sigismund die Mark kaufte.Da dies gegen den Gubener Vertrag war, in welchem den Ständen vomHause Luxemburg zugesichert worden war, dass die Mark von derKrone Böhmen nie getrennt werden sollte, so widersetzte sich demneuen Markgrafen ein Theil des an völlige Unabhängigkeit gewöhntenAdels mit den Waffen in der Hand. An der Spitze desselben standender Landeshauptmann Kaspar Gans, Edler von Putlitz, Wichard vonRochow, der dessen Tochter Anna zur Gemahlin hatte, und Hans undDietrich v. Quitzow. Als Friedrich v. Zollern im Jahre 1412 ein Heerunter dem Grafen Johann v. Hohenlohe ins Feld rücken liess, gin-gen diesem Wichard v. Rochow und Dietrich v. Quitzow mit ihrenTruppen und einigen pommersclien Hülfsvölkern entgegen, schlugendie Fremden auf dein Damme bei der Stadt Cremmen in die Flucht,und Hessen die Wahlstadt durch ein Kreuz bezeichnen. Der Graf v.Hohenlohe und die inarkgräüichen Befehlshaber Kraft v. Lautersheimund Philipp v. Uttenhofen blieben auf dem Platze. 1413 iielen Wi-