Carnap — D unker.
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hannen, Herzögen von Venedig; ersterer regierte von 764 bis 787, seinSohn Johannes folgte ihm in der Regierung, und diesem dessen SohnMauritius von Calho. Letzterer war sehr grausam, und liess unter an-dern den Iirzbischof von Grado, Johann, vom Thurme zu Tode stür-zen , 808. Der Nachfolger des Erzbischofs Fortunatas erregte einensolchen Aufstand zwei Jahre nachher, dass der Herzog Johann vonCalho genöthigt war, nach Frankreich die Flucht zu ergreifen, seinSohn Mauritius aber, der Mitregent war, nach Mantua iloh.
Das Wappen der v. Calho besteht in drei silbernen Balken im ro-then Felde, der Helmschmuck in drei Straussfedern. Als Schildhalterdienen zwei Mohren mit Lanzen, mit roth und weiss gestreiftem Kopf-putz und solcher Schärpe. Siehe Königs Wappenbuch auf der königl.Bibliothek zu Berlin.
Carnap, die Herren von, Bd. I. S. 356.
Die Familie von Carnap gehört zu den ältesten Adelsgeschlechternder Rheinprovinz; sie stammen von der Gewalt Karnap beim Stift Es-sen her, und so weit wie die jetzigen Documente des Stifts Essen rei-chen , lindet man sie im Besitze obiger Gewalt. — Im Jahre 1327erwarben sie vom Stift zu Gerresheim, den eine Stunde von Elberfeldgelegenen Rittersitz Lüntenbeck; laut einer Theilungsnrkunde vomJahre I4 r >5 besassen sie ausserdem noch die adeligen Güter Steinhau-sen und Verholte. •— Wenn nun gleich diese Güter später durch Hei-rath und Kauf an andere Familien gekommen sind, so besitzt gegen-wältig die Familie v. Carnap ebenfalls bedeutende Grundbesitzungenin der Rheinprovinz.
In einer Fehde, welche Graf Engelbert III. von der Mark etwaum das Jahr 1360 zu Gunsten Gottfried von Arenberg wegen desErzbisthums Bremen führte, wurde nach Gert von der Schüren Chro-nik ein Ritter v. Carnap mit dem Banner in der Hand getödtet. —Auch unter Friedrich dem Grossen und später dienten mehrere Glie-der der Familie als Ofiiziere in der preussischen Armee, die meistenaber bekleideten Ehrenämter im Civildienste, und so zählt der jetzigerheinische Landtag noch zwei zu seinen Mitgliedern.
Dunker, die Herren von, Bd. I. S. 450.
Die Gemahlin des Grossvaters der jetzt lebenden v. Dunker wardie Schwester des schwedischen Kanzlers und nachmaligen Gesandtenin Paris, Barons v. Oltholf. Aus dieser Ehe erreichten fünf Brüderdas Mannesalter; sie wurden sämmtlich bei dem v. Oltholf erzogen.Der älteste liess sich in Bern nieder, wo er sich mit einer Bernerinvermählte und das Bürgerrecht erhielt; der zweite stand in holländi-schen Diensten und man weiss sein Ende nicht; der dritte, Karl Leo-pold v. D., war Commandant von Heisingfort. Seine Wittwe, einegeborne v. Palir, ist Vorsteherin des Fräuleinstifts in Petersburg, eineTochter Gouvernante der Grossfürstin Olga, eine andere Tochter inRussland vermählt. Sein einziger hinterlassener Sohn, Friedrich Karlv. D., war Adjutant im Kriegsministerium und verunglückte auf einerMission nach Warschau bei Pillau zur See. — Der vierte Bruder warOberstlieutenant a. D. und Postmeister zu Oppeln, wovon zwei Söhneund eine Tochter leben. Die beiden ersteren stehen noch gegenwär-tig in preuss. Diensten, die Tochter aber ist an den Kammerherrn v.Poser vermählt.