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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Zicrotin Zictcn.

Fass und Kronenbnrg. Schon im 13. Jahrhunderte bildeten die v. Z.mit andern thüringischen adeligen Familien die regimentsfähigen Ge-schlechter der Stadt Erfurt, welche ausschliessliche Rechte sie späteryerloren. Der jetzige Geheime Rath v. Z. zu Sondershausen ist derLetzte seines Geschlechts.

Das Wappen dieser Familie giebt Siebmacher V. S. 299. Es zeigtim silbernen Felde einen rollten Hirschkopf mit sechsendigen Stangen,und auf dem Helme zwei solcher Hirschköpfe, von denen jedoch jedernur eine Stange hat.

3) Ein adeliges Geschlecht in Preussen. Demselben gehörte derMajor v. Ziegler, im K'iirassierregimente v. Wagenfels, an, der zuletztCommandern' des Regiments war und 1807 als Oberstlieutenant mitPension dimittirt wurde.

4) F. A. Ziegler, zuletzt Brigadier der 8. Artilleriebrigade, gegen-wärtig Oberstlieutenant a. D., ist von Sr. Majestät, dem jetzigen Kö-nige von Preussen, in den Adelstand erhoben worden.

Zierotin, die Grafen von.

Sie gehören ihrem Ursprünge und ihren Stammgütern nach Mäh-ren und Böhmen an. Ihr Ahnherr soll Zdislaus, der um das Jahr 1160lebte, sein. Er war der Sage nach ein Abkomme des Herzogs Wio-domir von Russland. Mit seinen beiden Söhnen, Biulislav und Zemis-lav, theilte sich das Geschlecht in die böhmische und die mährisek-schlesische Linie. Karl, Freiherr v. Zierotin, commandirenderkaiseri. General, der im Jahre 1560 starb, hat das Erbkämmereramtvon Böhmen an das Haus gebracht, und die Grafenwürde erlangtedas Haus 1700, nach Andern 1708. Dem schlesiscken Aste gehörteeinst die Stadt und Herrschaft Falkenberg, auch die Güter Tillowitz,Kantersdorf, Ullersdorf u. s. w. Johann Ludwig, Graf v. Zierotin,erhielt am 3. April 1740 vom Kaiser die Erlaubniss für sich und seineNachkommen, den Namen eines Grafen und Herrn v. Zierotin, Frei-herrn v. Lilgenau anzunehmen, nachdem ihm mit des Freiherrn Wen-zel von Lilgenau Erbtochter die Herrschaft Prauss zugefallen war (in.s. den Art. v. Lilgenau). Karl, Graf v. Z. L., verkaufte im Jalue1769 mit königl. Bewilligung das Familienhaus zu Breslau und erwarbdafür das Gut Malschau, welches zur Fideicominissherrschaft geschla-gen wurde. Johann Karl, Graf v. Z., war Maltre des spectacles zuBerlin und starb am 17. August 1775. Er hatte zwei Töchter, vonwelchen sich eine mit dem Grafen v. Taxis', die andere mit demGrafen v. Hatzfeld vermählte. Das gegenwärtige Haupt der Fami-lie ist Franz Joseph, Graf und Herr v. Z., Freiherr v. Lilgenau, geb.den 6. April 1772, k. k. Kämmerer und Geheimer Rath, Director dermährisch - schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues u.s. w., Herr der Herrschaft Krumpisch und Blauda und des LehngutesMeserischt in Mähren, so wie der Fideicominissherrschaft Prauss inSchlesien. Er ist mit Ernestine Skrbenski, Freiin v. Ilrzisstie, ver-mählt, aus welcher Ehe ein Sohn und zwei Töchter leben.

Das Wappen s. man bei Lilgenau, III. S. 254. M. s. aucli Zed-ier, 62. S. 1554 63. Gauhe, I. S. 2229 u. f. und II. S. 1917. Si-napius, I. S. 1674 und II. S. 1917.

Zicten, die Grafen und Herren von.

Sie gehören zu den ältesten Familien der Mark Brandenburg, na-mentlich der Grafschaft Ruppin und des Havellandes. Ihr Ursprung