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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Zietcn.

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ist ohne Zweifel wendisch, denn es haben sich auch mehrere Mitglie-der derselben in älteren Zeiten Cziten, Czyten und Tziten in Urkun-den unterschrieben. Sehr viele Dörfer in Obersachsen führen denNamen Zieten, ohne von den meisten beweisen zu können, dass sieder Familie angehört haben. Das Dorf Zieten bei Anclam wird schon1159 in der Bestätigungsurkunde Albreclits, des ersten Bischofs vonPommern, erwähnt, wo unter den Besitzungen des Klosters Grobe dieProvinzen Slieven und Scytliene jenseits der Peene, zwischen den Di-stricten Lassan und Giitzkow mit dem Locus Castri in dem DorfeScythen (jetzt Zieten) genannt wird. Ausserdem giebt es Gross- undKlein-Zielen bei Oranienburg, Gr. und Kl. Zieten bei Berlin, Gr.und KI. Zieten bei Angermünde, Ifohen-Zieten bei Soldin, Zietenlierin der Neumark, Zietenitz in der Altmark, Zieten bei Ratzeburg, Zie-ten in Thüringen, bei Camburg in Sachsen und bei Schlochau in West-preussen. Letzteres ist von Sigismund v. Z., der deutscher Ritter war,im 12. Jahrhunderte mit einem Schlosse auf einer Insel im dabei be-findlichen See, der Zieten-See, angelegt, nachdem derselbe diesen Di-strict vom Hochmeister des deutschen Ordens zur Belohnung seinergeleisteten Dienste erhalten hatte. Die Schenkungsurkunde befindetsich in dem Archive des jetzigen Besitzers v. ßorck. Die Sage, derName Zieten sei daher entstanden, dass ein hoher kaiserl. Hausbeamtebei Gelegenheit der Belagerung einer noch nie eroberten Festung sicherboten, dieselbe zu nehmen, zur Antwort vom Kaiser erhalten: Ziehthcn, und nachdem die That geglückt, vom Kaiser zum Ritter geschla-gen und ihm im Wappen ein Kesselhaken und auf dem Helme eineJungfrau, in der rechten einen Eichenlaubkranz haltend, erlheilt wor-den, ist nicht erweislich. Hemd v. Z. ward von der Stadt Berlin1045 zum Mitgesandten gewählt und nach Rom geschickt, um die Be-freiung der Stadt vom Banne wegen der eigenmächtigen Hinrichtungdes Propstes Nikolaus von Bernau zu bewirken. Konrad und Die-trich v. Z. gehören unter die Zahl derer, welche 1348 zur Zeit desfalschen Waldemar dem Kurfürsten Ludwig dem Baier treu gebliebenwaren. llans v. Z. auf Wildberg und Langen war von 1494 bis1524 geschworner Rath des Grafen von Ruppin. Die v. Z. theilensich seit Jahrhunderten in zwei Hauptlinien: in die zu Dechtow imHavellande, einem Lelingute, das seit dem 14. Jahrhunderte in unun-terbrochener Reihe bis zum jetzigen Besitzer, dem General der Ca-vallerie und commandirenden General in Schlesien, ?f 'iprccht ErnstDietrich Frans, Graf v. Z., in den Händen der Familie verbliebenist. Der ebengedachte General von dieser Linie wurde 1817 in denGrafenstand erhoben. Die zweite Hauptlinie theilt sich in dreiAeste, in den zu Wildberg, zu Wustrau, beide in der Grafschaft Rup-pin, und in den zu Brunne im Havellande, Lehngüter, welche die Fa-milie seit 500 Jahren bis jetzt gemeinschaftlich besitzt. Zum wildbergerAste gehörte in frühern Zeiten Langen, später Metzelthin und jetztLogow als Lehn, als Allodium aber Barsikow im Ruppinschen und Po-nitz in der Priegnitz. Zum brnnner Aste gehört das Allodium Klein-Kennersdorf bei Lüben in Schlesien, gegenwärtig im Besitze des Ma-jors Hans v. Z., früher im 7. Kiirassierregimente, Ritters des eisernenKreuzes 2. Classe (erworben bei Leipzig).

Eine lange Reihe hochverdienter Männer ist aus dieser Familiehervorgegangen, namentlich gelangten in den brandenburg-preuss.,sardinischen und wiirtembergischen Armeen zu hohen Würden:

Johann v. Z. auf Logow und Trebnitz, kurbrandenburgischer Ge-neralmajor; er errichtete 1677 das jetzige Infanterieregiment No. 2(Kronprinz) und starb 1690 als Gouverneur von Minden. Seine Ge-mahlin, Katharina Charlotte, war die Tochter des Feldmarschalls Frei-