Wrcecli — Wrochein. 355
Die Grafen v. W. fiiliren im durch eine goldene Strasse in zweiFelder getheilten Schilde, oben und unten drei neben einander stellendegoldene Lilien, und auf dem gekrönten Helme eine goldene, voneinem goldenen Pfeile durchbohrte Säule. Die Helmdecken sind blauund golden. M. s. Siebmacher, III. S. 35. Sinapius, I. S. 160 u. f.
Wrcccli, die Grafen und Herren von.
Dieses alte vornehme Geschlecht gehört ursprünglich Pommernan, wo es Wreich genannt wurde; es wendete sicli darauf in die Neu-mark, wo es schöne Güter, namentlich: Biissow, Tamsel, Gralow,Krining, Gr. und KI. Camin u. s. w erwarb. — Joachim v. Wreechwar Director des Friedeberger Kreises, Herr auf Biissow, Krining,Gralow u. s. w.; er zeugte mit Katharina v. Brand, aus dem HauseHermsdorf, Joachim Friedrich v. W., der zur Würde eines preuss.Generals der Cavallerie und Amthauptmanns von Himmelstedt undKarzig gelangte. In der Ehe mit Katharina Amalia v. Weyherr, Toch-ter des dänischen Generals der Infanterie Adam v. Weyherr, zeugteer Adam v. W., der als Generallieutenant, Chef des Leibkürassier-regiments, Ritter des schwarzen Adlerordens u. s. w. am 27. August1746 als einer der reichsten Vasallen der preuss. Krone starb. Er warmit der, durch ihre Schönheit, wie durch Gelehrsamkeit berühmten Eleo-nore Louise v. Schöning, Enkelin des Feldmarschalls und Erbin vonTamsel, vermählt. König Friedrich IL hatte als Kronprinz, währendseiner Gefangenschaft in Ciistrin, diese Familie sehr schätzen lernen.Aus dieser Ehe war der älteste Sohn, nachmals Hofmarschall des Prin-zen Heinrich, wegen seiner Länge der grosse Wreech genannt, einanderer Sohn, Ludwig v. W., war Kammerherr, eine Tochter wurdedie Gemahlin des Grafen Stanislaus Gebhard v. Dönhof, wodurchTamsel an dieses gräti. Haus gekommen ist. Eine andere Tochterwar verwachsen, dabei intrigant, aber sehr klug, sie wurde deshalbbei Hofe die Fee Carabosse genannt. Ein Enkel des Generallieute-nants, Friedr. Wilhelm v. W., der Letzte seines Geschlechtes, wurdeam 2. Oct. 1786 in den Grafenstand erhoben und starb kinderlos.
Das v. W.'sche Wappen zeigt im blauen Schilde ein achtspeichi-ges silbernes Wagenrad. Darüber zeigt sich im gräilichen Siegeldie neunperlige Krone, besetzt mit drei Helmen; jeder trägt einenschwarz und silbernen Bund. Die beiden äusseren Helme sind miteinem, der mittlere mit zwei schwarzen Adlerliiigeln besetzt.
M. s. auch Gauhe, I. S. 2190 u. f. Siebmacher giebt das Wap-pen, V. S. 168.
Wrocliem, die Herren von.
Im dreissigjährigen Kriege kamen die v. Wrochem aus Böhmennach Schlesien. Johann Georg v. W. besass einen Antheil an demGute Jam im Rosenbergschen. — Johann Heinrich v. W. aus demllause Bielowitz in Böhmen, starb am 2. Decbr. 1807 als Landrathdes Kreises Ilatibor. Er war Herr auf Dollendzin und Czerwientitz.Diese Güter sind noch gegenwärtig in den Händen der Familie. —Der Landesälteste Wilhelm v. W., Lieutenant und Ritter des eisernenKreuzes, besitzt Brzczenitz im Kreise Ilatibor. — J. v. W. ist Ju-stizcommissarius und Notar zu Berlin.
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