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Wrbna von Ficudciitlial.
dant von Colberg' und Ritter des Verdienstordens iin Jahre 179'. —In neuester Zeit dienten und dienen im Heere, und zwar im Jahre1806, der Rittmeister und Inspections-Adjutant v. W.; er ist gegen-wärtig Generallieutenant a. D., Ritter hoher Orden, namentlich desVerdienstordens und des eisernen Kreuzes, zuletzt Gouverneur vonKönigsberg. — In demselben Jahre stand auch in dem Dragonerre-gimente v. Auer der Lieutenant v. W., gegenwärtig Generalmajor,Commandern- der 13. Division, Ritter hoher Orden, namentlich auchdes Verdienstordens und des eisernen Kreuzes 1. Classe. — Kin v. W.,der im Kürassierregimente v. Keitzenstein stand, blieb 1813 als Lieu-tenant im 6. Kürassierregimente. — Die sämmtlichen jetzt in preuss.Staaten lebenden v. W. gehören der freiherrlichen Linie und grössfen-theils dem Hause Lindenberg an, welches zu der oben erwähnten Er-nennung vom 21. März 1654 gehört.
Das ursprüngliche Wappen der v. W. bestellt aus einer schwarzenMauer im silbernen Felde. Das der Freiherren v. AV. aber ist rpia-drirt und mit einem Herzschilde versehen. Nach einem vor uns lie-genden Abdruck zeigt das lste Feld einen Löwen, das 2te ein Ein-horn, das 3te einen Greif, das 4te einen aus den Wolken kommenden,zwei kleine Fahnen in der Hand haltenden Arm. Im Herzschilde istdie AV.'sche Mauer. Das Hauptschild ist mit einer Freiherrnkrone undzwei Helmen besetzt. Auf dem rechten ist die Mauer zwischen zweiAdlerflügeln, auf dem linken der Greif.
Es sind uns aus der Geschichte dieses vornehmen und berühmtenGeschlechtes Nachrichten von einem Mitgliede desselben versprochenworden, die bis jetzt noch nicht eingelaufen sind.
Wrbna von Frendcntbal, die Grafen.
Obgleich diese vornehme Familie gegenwärtig ausschliesslich denösterreichischen Staaten angehört, so gebührt ihr doch deshalb eine Stelleim preuss. Adelslexikon, weil sie früher bedeutenden Grundbesitz inSchlesien besass, und daselbst auch ihr ältestes Stammhaus in Schle-sien, das Schloss Würben bei Schweidnitz, liegt. Von ihm nahmensie den Namen Würben an, und die böhmische Benennung Wrbna istmit diesem gleichbedeutend. — Stcphnnus de Wirbenaw und mehrereseines Geschlechts stifteten um das Jahr 1226 das Kloster zu unsererlieben Frauen im Walde zu Schweidnitz, das gegenwärtig mitten inder Stadt liegt. Das genannte Stammgut verschenkten die v. Würbenspäter an das Kloster Gnissau. Nach der Aufhebung desselben wurdees das Besitzthum des Obermarschalls Grafen von der Goltz, und nachdessen Tode ist es an seine Tochter, die Gemahlin des Grafen Mor-timer Maitzahn, königl. preuss. Ministers am österreichischen Hofe, ge-kommen. Auch waren die v. W. in Polen begütert. Aus dem polni-schen Hause Lelie blühte Jahrhunderte hindurch ein Hauptzweig un-ter dem Namen Grafen Werbno-Ilydzinski auf dem Schlosse Reisen(polnisch Rydzin), der mit den schlesischen und böhmischen Würbendasselbe Wappen führte. In der Folge erwarben die AV. die HerrschaftFreudenthal und im Jahre 1439 die Herrschaft Hultschin , beide imHerzogthume Troppau gelegen, ausserdem auch viele Güter in Böh-men. — Schon im Jahre 1628 hatten die AV. in einer güldenen Bullemehrere Begnadigungen erhalten, und im Jahre 1642 erhielten JohannStephan, Graf v. Würben und Freudenthal, Freiherr von Hultschin,Landeshauptmann des Fürstenthuins Troppau, und sein Sohn, Wen-zel, kaiserl. Geheimer Rath, vom Kaiser Ferdinand III. eine Erneue-rung ihrer reichsgräliichen Würde, wie das Diplom ausdrücklich besagt.