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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
353
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Wopersnow Wrangel. 353

beiden Brüdern leben Söhne. Die Freiherren v. Wolzogen führen einijuadrirtes Wappenschild; im lsten und 4ten Felde ist ein laufendesPferd, zwischen zwei blauen Balken, im 2ten und 3ten Felde eindoppelter schwarzer Adler auf goldenem Grunde vorgestellt. Von denbeiden Helmen trägt der gekrönte rechte das verkürzte Pferd, derlinke trägt einen rothen Hut mit weissem Aufschlage; auf demselbenliegt ein Jagdhund.

Wopersnow (Wober.), die Herren von.

In alten Zeiten wurde dieses adelige Geschlecht in Pommern Wo-perschnoven genannt. Ks war in der Gegend von Belgard begütert,und scheint in neuester Zeit entweder nicht mehr stark an Nachkom-men, oder ganz erloschen zu sein. Brüggemann zählt sie 1780 nochunter den angesessenen Adel in Pommern auf, ein anderer Schrift-steller sagt, sie seien im Jahre 1782 erloschen. Camissow oder Cam-zow bei Belgard war ein altes Stammhaus und Lehn der v. W. Ausdiesem Hause war der tapfere Moritz Franz Kasimir v. Wopersnow,Generalmajor, Generaladjutant Friedrich des Grossen, der am 23. Juli1759 in dem unglücklichen Treffen bei Kay oder Palzig freiwillig imSchmerz über dieses Kreigniss dem Tode entgegenging und ihn fand.Kr war mit Maria v. Suckow vermählt. Der einzige Sohn aus dieserKhe fiel 1769 im Zweikampfe.

Die v. Wopersnow führen einen ans einem schrägliegenden blauenund weissen Schach von der Linken zur Beeilten hervorspringendenhalben Hirsch in seiner natürlichen Farbe im silbernen Felde, undauf dem Helme fünf, mit einer goldenen Kette umgebene Straussfedern,von welchen die zur Rechten weiss, die andere schwarz, die dritteweiss, die vierte schwarz und die fünfte weiss ist. Die Helindeckensind silbern und blau.

Wrangel, die Grafen, Freiherren und Herren von.

Kine uralte, ursprünglich liefländische und finnliindische, in Schwe-den und Preussen zu hohem Kriegsruhm gelangte Familie. Am1. Octbr. 1653, am 21. März 1654 und am 28. Octbr. 1680 wurdenZweige dieses Geschlechts in den schwedischen Freiherrnstand erho-ben. Karl Gustav v. Wrangel auf Salmitz wurde am 26. März165 t, nnd Dietrich v. W., aus dem Hause Adinal, am 17. Juni 1693in den Grafenstand erhoben. Beide Linien sind wieder erloschen, aberam 6. Jan. 1709 wurde Fabian v. W. vom Könige Karl 111. von Spa-nien in den Grafenstand erhoben. Die Familie v. W. war noch amAnfange dieses Jahrhunderts in Pommern begütert. Karl Gustav, Gralv. W., königl. schwedischer General - Feldmarschall, war auch Gene-ralgouverneur von Pommern und Rügen, und Kanzler der ÜniversitätGreifswalde. In preuss. Diensten haben viele Mitglieder dieses vor-nehmen Geschlechtes gestanden und mehrere stehen noch in densel-ben. Helm oder Ilclmot W., ein Vetter des berühmten schwedi-schen Feldmarschalls, war kurbrandenburg. Oberst und Chef einesRegiments zu Pferde, er ging aber am 1. Febr. 1639 aus seiner Gar-nison Gardelegen zu den Schweden über. Volmar v. W. war kur-brandenburg. Oberst, Commandeur der kurfürstl. Leibgarde und Com-mandant von Berlin. Kr starb daselbst am 25. Mai 1685 mit Hinter-lassung eines Sohnes und einer Tochter. Friedrich Ernst v. W.starb als königl. preuss. Generalmajor von der Infanterie, Comman-v. Zedlitz Adels -Lex. IV. 23