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Wolfrainsdorf Wollowicz.

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sich bei mehreren Gelegenheiten und ganz vorzüglich durch die ruhm-wiirdige Vertheidigung von Torgau im August des Jahres 1759 durchTapferkeit, Kaltblütigkeit und Gegenwart des Geistes ausgezeichnet.König Friedrich II. ehrte ihn wegen dieser Kigenschaften besonders;er schenkte ihm ein Kanonikat in Bielefeld und das Mannlehngut Ost-hof in der Grafschaft Mark, und eines Tages sagte er, auf den Ge-neral v. W. zeigend:das ist auch einer von den Sachsen, die ichmir gezogen habe." Er ist im Mai des Jahres 1781 gestorben. SeinLeben steht im militairischen Taschenkalender für das Jahr 1787. Inder Armee dienen noch jetzt mehrere Edelleule dieses Namens.Gegenwärtig ist der königl. sächsische Kammerherr v. W. bei Halleund Merseburg begütert, Domherr zu Merseburg und Bitter des preuss.Johanniterordens.

Wolframsdorf, die Herren von.

Sie gehören zum ältesten und vornehmsten Adel in Sachsen undim Schwarzburgschen. Schon um das Jahr 907 kommt ein Hermannv. Wolframsdorf, der unter Kaiser Ludwig III. tapfer gegen die Hun-nen gefochten haben soll, vor, wie einige Autoren behaupten, nachandern aber, welche nach dem Wappenbilde schliessen, soll diese Fa-milie Anfangs v. Wolf geheissen, und erst nach dem Absterben desGeschlechts der v. Kamsdorf dessen Lehen geerbt, und beide Namenverbunden haben. Georg v. Wolframsdorf, ein tapferer Kriegsober-ster, war 1476 auf der Heise nach dem gelobten Lande im Gefolgedes Herzogs Albrecht von Sachsen. Im Jahre 1703 starb Hermannv. W. als kursächsischer Premier-Minister. Von seinen Söhnenward Johann Georg v. W. in den Grafenstand erhoben, er starb aber1709 kinderlos. Von den alten Besitzungen dieses Hauses nennenwir Mügeln, Schladitz, Grossaga, Sitten, Bortewitz, Saalhausen, Lim-bach, Cöstritz, Hartmannsdorf, Dürnberg u. s. w. Aus dem Schwarz-burgschen war Adam Heinrich v. Wolfrainsdorf, der zur Würde einespreuss. Generallieutenants, Chef eines Regiments zu Fuss, Ritter desVerdienstordens gelangte. Der König Friedrich Wilhelm II. erhob dieStiefsöhne dieses Generals, den Lieutenant I 1'ilhelm Hermann und denRegim.-Quartiermeister Johann Heinrich Hermann, in den Adelstandmit einem Diplom vom 26. Febr. 1787. Der Erstere war zuletzt Ma-jor und Artillerieoffizier der Festung Torgau, und lebt gegenwärtigals pens. Oberstlieutenant daselbst.

Die v. W. führen im goldenen Schilde einen Wolf, der sich auchauf dem gekrönten Helme verkürzt, und mit einer durch drei goldeneStraussfedern geschmückten Krone wiederholt.

Wolfskelil, die Herren von.

Eine altadelige Familie in den Rheinlanden und in Franken, de-ren gleichnamiges Stammhaus bei Darmstadt liegt. Am Ende des17. Jahrhunderts war Julius Friedrich von Wolfskelil markgräflich an-spachscher Hofraths-Präsident. Ein Lieutenant v. Wolfskelil, derim Jahre 1806 bei dem Kegimente Fürst Hohenlohe in Breslau stand,trat 1807 in würzburgsche und später in weimarsche Dienste.

Wollowicz, die Grafen von.

Des jetzt regierenden Königs Majestät erhoben am -5. Juni 1798den ehemaligen Castellan yon Mercsz, Anton y. Wollowicz, im dama-