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Wolf — Wolfersdorf.
Wolf (ff), die Freiherren und Herren von.
Von den verschiedenen adeligen Familien dieses Namens gehörenhierher:
1) Der berühmte Philosoph Christ. Wolf, königl. preuss. Geh. Rath,Kanzler der Universität Halle, der am 10 Sept. 1745 vom Kurfürstenvon Baiern ein Reichsfreiherrn - Diplom erhielt.
2) Die von Woltf in der Provinz Brandenburg. I'aul BenedictPhilipp Leonhard Woltf auf Haselberg, Frankenfelde u. s. w., undGeorg Adolph Wilhelm W. auf Mögelin wurden am 20. Oct. 178Ö inden Adelstand erhoben. Der erstere war Geh. Commerzienrath undBesitzer des Lagerhauses in Berlin. Von den Nachkommen der bei-den Brüder stehen mehrere im Staatsdienste und in der Armee, na-mentlich L. A. F. v. Woltf, Geh. Regierungsrath und vortragenderRath im Ministerium der Geistlichen- Unterrichts- und Medicinal-An-gelegenheiten. In der Armee dienen davon der Oberst und Comman-deur des 12. Husarenregiments, Ritter des eisernen Kreuzes 2. Classeu. s.w., der Major im 4. Dragonerregimente v. Woltf, Ritter desOrdens pour le merite, des eisernen Kreuzes 2. Classe u.s.w., derMajor im 6. Husarenregimente v. Woltf, Ritter des eisernen Kreuzes1. Classe n. s. w. Die Haselberger Güter sind noch gegenwärtig inden Händen dieser Familie.
Wolf - Metternich, die Grafen von.
In der Rheinprovinz und Westphalen. Sie stammen ursprünglichvon väterlicher Seite von den Wolf v. Guttenberg,- mütterlicher Seiteaber aus dein Hause Metternich, und schreiben sich Wolf, genanntMetternich, Freiherren v. Gracht. — Arndts Wolf v. Guttenberg Un-kel, Godar Wolf v. Guttenberg, vermählte sich mit Sibylla v. Metter-nich , einer reichen Erbin, und nannte sich von da an Wolf v. Met-ternich. — Hieronymus W. v. M. lebte im lti. Jahrhunderte und ver-mählte sich mit Katharina v. Buschfeld, Erbin von Gracht und Forst;daher sich die Nachkommen des Hieronymus Grafen Wolf-MetternichFreiherren v. Gracht nennen. — Max, Graf W. v. M., lebt zu Düs-seldorf.
Die Grafen v. W.-M. führen ein quadrirtes Wappen. Das lsteund 4te Feld ist quergetheilt; im oberen blauen Felde ist ein silber-ner Turnierkragen, im silbernen Theile ein schreitender Wolf darge-stellt. Das 2te und 3te goldene Feld enthält jedes eine rolhe Lilie,besetzt mit zwei grünen Vögeln mit goldenem Halsringe. Von denbeiden Helmen trägt der rechte den Wolf abgekürzt, der linke zwi-schen zwei goldenen Büü'elhörnern die Lilie.
Wolfersdorf, die Herren von.
Eine uralte sächsische Familie, die sich zum Theil auch v. Wolf-ramsdorf schrieb oder schreibt. Karl Friedrich v. Wolfersdorf ausdem Hause Zelle bei Schneeberg in Sachsen, ein Sohn des kursäch-sischen Oberstlieutenants und Domherrn zu Merseburg, Karl Au-gust v. W., und der Christine Erdmuthe v. Tümpling, gelangte zurWürde eines preuss. Generallieutenants, Chefs eines Regiments zuFuss und Amtshauptmanns zu Ziesar. Er trat nach den Vorfällen beiPirna als Oberst aus sächsischen Diensten in die diesseitigen, und hat