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Werner.

der obern Rechten zur untern Linken gezogenen, mit drei silbernenLilien belegten, rothen Schrägbalken ; über demselben sind vier, unterdemselben drei goldene Sterne angebracht. Auf dem gekrönten Helmewiederholt sich der mit den Lilien belegte Balken zwischen einem blauund schwarz gevierteten Adlerfluge. Siebrnacher, I. S, 108. III. S. 197.V. S. 144. M. s. auch König, I. S. 1024. II. S. 72. 85. 1198 u. a. 0.Zedier, 25. S. 335, Gauhe, I. S. 2099.

2) Die adelige Familie v. Werder im Merseburgschen. Aus der-selben war 1493 Johann v. W. Bischof zu Merseburg. Diese Fa-milie besass auch die heutige Vorstadt Neumarkt von Merseburg, da-mals Werder genannt.

3) Die schlesische Familie v. Werder, die sich Werder und Schienzschrieb, und namentlich in der Grafschaft Glatz begütert war.

Das Wappen der schlesischen v. W. zeigt ein Andreaskreuz undzwischen jedem Winkel desselben eine Rose. Auf dem gekröntenHelme zeigt sich zwischen einem Hirschgeweih eine in einen langenRock und Gürtel gekleidete Jungfrau in fliegenden Haaren und blos-sem Haupte und über demselben ein Kreuz. Dieselbe scldiesst dieHände über dem Kopfe. M. s. Sinapius, II. S. 1I0Ö. Gauhe, I. S.2099.

Werner, die Herren von.

1) Eine adelige Familie in Schlesien, welche die Rittersitze Bo-thendorf und Bunekei im Fürstentlmme Oels besass. Christian Wernerauf Bothendorf wurde am 28. Septbr. 1727 böhmischer Ritter. AdamBalthasar v. W., Bruder des Vorigen, war 1720 fürstl. würtemberg-ölsischer Rath und Kanzleidirector.

Der Ordensrath Hasse giebt zwei verschiedene Wappen der v.W. Das eine enthält im silbernen Schilde und auf dem Helme einenverkürzten, rothen Hirsch. Das andere zerfällt durch einen Spitzen-schnitt in vier Felder. Das obere und untere Feld ist blau und Silbergestreift, die beiden Felder an den Seiten enthalten in rolh eine fran-zösische Lilie. Auf dem Helme wiederholt sich die Lilie zwischeneinem rothen und einem blauen Biilfelhorne.

2) Paul v. Werner, Generallieutenant, Chef eines Husarenregiments,Ritter des Ordens pour le inerile, Amtshauptmann zu Naugard, Herrauf Pitschen in Oberschlesien. Dieser kühne Führer der leichten Rei-terei war am 11. Decbr. 1707 von adeligen Eltern zu Raab in Ungarngeboren und trat, schon reich an Kriegserfahrung, im Jahre 1750 alsOberstlieutenant in die Dienste König Friedrichs II. Klugheit, Wach-samkeit und Tapferkeit führten ihn bis zu den höchsten Ehrenstellenim Heere und diese Eigenschaften erwarben ihm die Achtung unddas Vertrauen seines grossen Monarchen, der ihm bei vielen Gelegen-heiten sprechende Beweise davon gab. Er starb am 25. Januar 1785und hinterliess von seiner Gemahlin Maria Dorothea v. Schimonskinur einen Sohn, August Albrecht Ludwig. Mehrere Kinder waren demYater in die Gruft vorangegangen.

Das ihm beigelegte Wappen ist in Silber und blau gespalten. Inder silbernen Hälfte ein halber schwarzer Adler, in der blauen einsilbernes Grabkreuz, Auf dem gekrönten Helme steht ein schwarzerAdlerflügel, M. s. hist. Portefeuille Jahrg. 1785. Monat August, S. 244.Berliner milit. Taschenkalender für 1783 und Spies, Märzbelustigungen4. Bd. S. 271.