314
Wangenheim — Warnsdorf.
Wangenheim, die Herren von.
Zu den ältesten Geschlechtern in Thüringen gehörig, sollen diev. W. schon um. (las Jahr 450 aus Ungarn daliin gekommen sein. Dasgleichnamige Stammhaus und die ältesten Familiengiiter liegen imGothaischen, aber auch in Franken und am Niederrhein ist oder wardieses Ilaus begütert. -— Im preuss. Dienste sind bekannt wordenChristoph Adolph v. Wangenheim, der als Ger.erallieutenant der Cav.im Jahre 1709 starb. — Friedrich Nikolas v. W., der als General-major und Ritter des Ordens pour le merite 1762 mit Tode abging,und Friedrich Wilhelm v. W., Generalmajor, Chef eines Füsilierreg.Ritter des deutschen Ordens, der am 24. Juli 1799 hochbejahrt zuWarmbrunn gestorben ist. — Im Regimente des Königs zu Potsdamstand 1806 der Major v. W.; er folgte auf der Bahn tapferer Vorfall-ren, indem er den Heldentod in der unglücklichen Schlacht bei Auer-stedt starb. Er war von der gothaischen Hauptlinie.
Warensliagcn, die Herren von.
Johann Georg, Karl Friedrich und Dorothea Charlotte, GeschwisterWarensliagen, wurden am 29. Octbr. 1740 geadelt. Der Vater dersel-ben war Kriegs- und Domainenrath und in l'ommern begütert.
Das ihnen beigelegte Wappen ist quadrirt. Im 1. und 4. silber-nen Felde ist der preuss. Adler, im 2. und 3. goldenen ein rotherBiili'elskopf dargestellt. Auf dem Helme steht ein schwarzer Adlerllug.
Warkotscli, die Freiherren und Herren von.
Eine alte, zum Theil freiherrliche Familie in Schlesien, die ur-sprünglich Ungarn angehört. Sie theilte sich in Schlesien in die Häu-ser Silbitz und Wilmsdorf. Ausser diesen Stammgütern besassen diev. W. Nobschitz , Hennersdorf, Schwesterwitz, Merzdorf im Miinster-bergschen, Gronau im Briegschen, Neudorf im Oppelnschen, Kl. Tschon-kawe bei Militsch, Langenheinersdorf im Glogauisehen, u. s. w. —Gegenwärtig besitzt ein Freiherr v. W. den schönen Rittersitz Strach-witz bei Breslau.
Diese Familie führt im rothen Schilde zwei übers Kreuz gelegteentwurzelte silberne Lilien, und auf dem Helme zwei rothe, mit denLilien belegte, Adlerllügel,
Warnsdorf, die Herren von.
Eine ursprünglich sächsische Familie, die sich auch in Schlesienverbreitete. Im Jahre 1455 war Hans v. W. Hauptmann zu Franken-stein. — Kaspar v. W-, Landesältester, war Herr auf Giesmansdorfbei Landshut. — Albert v. W. war 1647 Hofrichter zu Liegnitz.Auch Prausnitz bei Goldberg, Kl. Jennowitz, Tauchritz, bei Liegiutz,Schreibersdorf, Hangsdorf, llartmannsdorf, Gersdorf, Kodewitz u. s. w.in der Lausitz gehörten diesem Geschlechte. — Gegenwärtig ist einBaron v. W. Platzmajor zu Cöln.
Die v. W. führen im blauen Schilde einen halben silbernen Mondund über demselben einen goldenen Stern. Beide Bilder wiederholensich auf dem Helme, jedoch mit drei halb blauen, halb silbernenStraussfedern besteckt. M. s. Carpzovs Ehrentempel der Oberlausitz,I. S. 157. 163. II. S. 60. Sinapius, I. S. 1023. 11. S. 1099.