Warsberg — Wartenberg.
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Warsberg, die Freiherren von.
Auch Warsburg geschrieben, ist ein vornehmes, freiherrliches Ge-schlecht in den Rheinlanden und in Preussen. Schon im Jahre 1299wurde ein v. W. Kurfürst zu Trier. Gegenwärtig ist ein Baron v.W. königl. preuss. Kammerherr.
Sie führen im blauen Schilde einen silbernen Löwen, der sich aufdem Helme zwischen zwei blauen Adlerfiiigeln wiederholt. Eine Linieführt im silbernen Schilde einen blauen Löwen, der .sich auf demHelme zwischen zwei silbernen Adlerlliigeln wiederholt. Siebmacher,1. S. 131. V. S. 175. Zedier, 52. S. 2171 u. f.
Wartenberg, die Herren von.
Das altadelige Geschlecht v. Wartenberg in der Priegnitz und inSchlesien. Es war lange Zeiten hindurch im Besitze der Güter Gott-schow, Untze, Näbelin, Dergenthin, Rosenhagen, Lugendorf u. s. w.,Untze und Näbelin warer Männerlehen. Die Güter Trampe in derNeumark und Schönfeld bei Kreutzburg in Schlesien gehörten eben-falls diesem Hause. — Friedrich 1 Villi, v. Wartenberg, aus dem HauseLugendorf, gelangte zur Würde eines königl. Generallieutenants v. d.Infanterie, General-Intendanten der Armee, Ritter des schwarzen Ad-lerordens. Er war früher Flügeladjutant Königs Friedr. II. und starb180? auf seinem Gute Trampe. — Hartwig Karl v. W., aus demHause Untze, hat sich als General und Chef eines HusarenregimentsRuhm und Ehre erworben. Er iiel am 2. Mai 1757 bei Bunzlau inBöhmen. König Friedrich II. hatte ihm ein Gut bei Zerbst geschenkt,er verkaufte es 1750 wieder. Dagegen erwarb er 1755 das Gut Schön-fehl in Schlesien. Gegenwärtig ist der Hauptmann a. D. v. W. aufLugendorf erster Vorsteher des Fräuleinstifts z. h. Grabe, ein andererv. Wartenberg ist Forstrath in Stettin. Zu Berlin lebt G. v. W., Ma-jor a. D. Er war ehem. Commandeur des Husaren - Commando desPrinzen Heinrich v. Preussen.
Wartenberg, die Grafen Kolbe von.
1) Joh. Casimir Kolhe v. Wartenberg, kurfürstl. brandenburgischer,und später königl. preuss. Oberkämmerer, wurde im Jahre 1695 in denReichsfreiherrn-, und am 26. Octbr. 1699 in den Reichsgrafenstand er-hoben. Mit Katharine v. Rickers hatte er einen Solln erzeugt, denGrafen Casimir Kolbe v. W., der als königl. preuss. Generalmajor undbevollmächtigter Minister im schwäbischen Kreise, Ritter des schwar-zen Adlerordens und Domherr zu Halberstadt am 2. Octbr. 1772 zuMettenheim starb. Der Vater war am 4. Juli 1712 gestorben, nach-dem seine Besitzungen 1707 zu einer unmittelbaren Reichsherrschafterhoben worden waren.
Die Grafen Kolbe v. Wartenberg führen ein ovales silbernes Schild,darin einen rothen breiten Querbalken, mit einem goldenen Jagdhornbelegt, über dem Balken zwei, und unter demselben eine rothe Kugel.
2) Ein anderer Zweig der Wartenbergschen Familie erhielt unterdem 19. Septbr. 1786 ein preuss. Grafendiplom. Er führt ein qua-drirtes Schild; im rothen Felde ist ein Adler dargestellt, der aufeinem Eichenstamme sitzt und drei Eicheln im Schnabel hält. AmEichenstamme liegt der goldene Kämmererschlüssel. Im 2. silbernen