Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
303
Einzelbild herunterladen
 

Wachsinann Wackerbartli. 303

Die alte vornehme adelige Familie fiilirt im binnen Schilde einensilbernen Ochsenkopf mit krummen Hörnern, auf dem Helme wieder-holt sich dieses Bild. Decken blau und silbern.

Wachs mann, die Herren von.

Die v. Wachsmann und Treppein in Schlesien stammen von An-dreas Joseph Wachsmann, Bürgermeister zu Namslau, der im Jahre1735 in den böhmischen Adelstand erhoben worden war. Ein Nach-komme von ihm, der Limit, v. Wachsmann, besitzt das Lehngut Busch-vorwerk bei Schmiedeberg. Er ist als beliebter belletristischer Schrift-steller bekannt.

Wachtmeister, die Grafen von.

Dieses vornehme Haus stammt aus Liefland und gehört Schwedenund Pommern an. Hans v. Wachtmeister auf Johannshnus wurde i. J.1651 schwed. Freiherr. Adam v. W. blieb in der Schlacht von Fehrbel-lin 1675. Johann v. W. war schwedischer Reichsrath, Reichskanz-ler und Reichsadmiral. Axel v. W. zu Malsacker wurde am 17.Juni 1693 schwedischer Graf. Der Oberstlieutenant, FreiheiT v.Wachtmeister auf Degelsdorf, Bossendorf, Vasekow und Eixen, im Re-gierungsbezirke Stralsund, wurde am 17. Jan. im Jahre 1816 in denpreuss. Grafenstand erhoben. Ein Freiherr v. Wachtmeister besitztdas Rittergut Grammendorf im Regierungsbezirke Stralsund.

Das ursprüngliche Wappen der Familie v. W. ist ein oben blaues,unten goldenes Schild, oben ist zwischen di'ei silbernen Sternen derFuss eines Kranichs, unten ein kurzer türkischer Säbel zu sehen.Das gräfliche Wappen ist quadrirt, im 1 steil blauen Felde hält ein ausden Wolken kommender Arm 18 Lanzen mit roth und goldenen Fähn-lein; im 2ten goldenen Felde stehen zwei schwarze Adlerflügel, da-zwischen ein schwarzes Kleeblatt; im 3ten goldenen Felde steht einKranich, der einen Stein in den Krallen hält; im 4ten rothen Feldezeigt sich ein Ritter zu Pferde, mit der Lanze in der Rechten. DasHerzschild zeigt das Familienwappen. Auf dem ersten Helme stehendrei Pfeile, auf dein zweiten die 18 Fahnen und auf dem dritten derArm, der das Schwert hält.

Wackenitz, die Herren von.

Ein altes pommersches Geschlecht, das bei Wolgast begütert istund namentlich in der Gegenwart den Rittersitz Bottenhagen bei Greifs-wald besitzt. Die v. W. waren Erbgesessene auf Russow und Wüstenei.

In der Armee stand der Oberstlieutenant und Chef eines Füsilier-bataillons v. Wackenitz, der im Jahre 1807 als Oberst in den Pensions-stand trat und 1813 starb. Er war auch aus Schwedisch-Pommern.

Vorzügliche Anführung verdient Wilhelm Dietrich v. W., Com-mandern- des Regiments Garde du Corps. Er starb als hessischerGenerallieutenant am 9. Jan. 1805 und hatte sich ganz vorzüglich inder Schlacht bei Cunersdorf ausgezeichnet.

Wackerbartli, die Grafen und Freiherren von.

Dieses Geschlecht gehört zu den ältesten, vornehmsten und edel-sten in Deutschland. Sein Stammhaus ist der Rittersitz Kogel im ehe-