302
Wacholz.
gegenwärtig Graf Felix Georg Julius August Werner Heinrich Kurlv. V., Erbherr der Gross - Glewitzer und Schönauer Güter, Herr aufSchorsow, Leeskow und Reicherskreutz, geb. den 15. August 1801.Er ist Wittwer von Luise Wilhelmine, Grälin v. Ilahn, mit der er einenSohn und eine Tochter gezeugt hat.
Von dem adeligen Geschlechte der v. V. sind liier noch zu er-wähnen Ernst Ludwig Maximilian v. V., Generallieutenant und Chefeines Dragonerregiments, der am 7. Decbr. 1811 zu Sagan starb. —Friedrich Karl v. V., der Generallieutenant und Chef des Jägerregi-ments war, im Jahre 1805 verabschiedet wurde und darauf zu Weimarverstorben ist. — Gegenwärtig ist Otto v. V. auf Trebichow königl.preuss. Landrath und Domherr zu Magdeburg. Er ist mit Luise Al-bertine Ulrike, Grälin Fink von Finkenstein, aus dem Hause Madlitz,vermählt. — Ferdinand v. V., königl. preuss. Oberst und Comman-dern - des Kaiser Alexander Grenadierregiments, ist mit Julie KarolineAlbertine Fink von Finkenstein, Schwester der Vorigen, vermählt. —Als Schriftsteller haben sich bekannt gemacht Julius v. V. und Lud-wig v. Voss.
Das ursprüngliche Wappen der v. V. zeigt im silbernen Schildeund auf dem Helme einen rothen Fuchs. — Das gräflich v. VossisclieWappen ist quadrirt. Die Felder 1 und 4 sind in der obern Hälftein Silber und rotli gespalten, in der untern schwarz. In dem 2tenund Äten silbernen Felde steht ein halber, schwarzer preuss. Adler.Das Herzschild enthält den Fuchs in Silber. Die neunperlige Kronedes Hauptschildes ist mit drei gekrönten Helmen besetzt. Auf demrechten steht der Fuchs, auf dem mittelsten der preuss. Adler und aufdem linken zwei Büffelkörner, von denen das rechte oben Silber, daslinke rotli ist, beide aber in der untern Hälfte schwarz sind. DieDecken rotli und silbern. Das Schild hält ein Löwe und ein Ross. —M. s. Gaulie, I. S. 1995 u. f. Micrael., III, S. 431. VI. S. 400. Zed-ier, 50. S. 1378.
2) Am 20. Novbr. 1786 erhielten Friedrich Wilhelm Voss und des-sen Bruder, der Hofiiscal Ludolph Friedrich Voss in Stendal vom Kö-nige von Preussen ein Adelsdiplom.
w.
Wacholz (olt), die Herren von.
Das Stammhaus dieser alten pommerschen Familie ist Wacholz-liagen bei Greifenberg. Schon im Jahre 1220 erscheint Itcimar Wa-cholz oder Wacholter als Rath des Herzogs Bogislaw II. •—- Heinrichv. Wacholz war der zehnte Bischof von Camin im Jahre 1299- —Georg Christian v. Wacholz wurde 1696 kurbrandenburgscher Ober-kammerjunker, Dompropst zu Colberg, Hauptmann zu Marienliies u.s. w. — Kaspar Joachim v. Wacholz Oberst und Chef eines Ba-taillons , wurde vom Könige Friedrich Wilhelm I. als ein sehr brauch-barer Offizier geschätzt, und Georg Ludwig v. Wacholz, war Oberstund Commandern - des Regiments Alt-Bornstedt. — Im Jahre 1806 standein v. Wacholz im Regimente v. Malsckitzki in Brieg, der späterOberstlieutenant in braunschweigschen Diensten war. Ein v. W. warRegierungspräsident. — In der Gegenwart besitzen die v. Wacholz inPommern die Güter Althof, Schwedt, Jarchoch u. s. w., im Fürsten-thumskreise gelegen.