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Vereist Versen.

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Vereist, die Grafen von.

Dietrich Hubert v. Vereist, Deputirter der Provinz Zeeland, ausser-ordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister der General-staaten am Hofe zu Berlin, wurde am 2. Sept. 17Ö7 in den preuss.Grafenstand erhoben.

Das Wappen dieser Grafen ist quadrirt und mit einem Herzschild-lein versehen. Im lsten und 4ten silbernen Felde sind drei schwarzePfeile, und zwischen ihnen zwei schwarze Säulen oder Balken; im 2.und 3. blauen Felde eine goldene, mit einem Deckel verschlossene,Vase vorgestellt. Das Herzschild zeigt den Hals eines schwarzen Ad-lers. Dieser wiederholt sich auf der Krone des rechten Helmes, derlinke ist mit drei Straussfedern, schwarz, silbern, schwarz, geschmückt.

Vernezobre, die Freilierrcn von.

Die altadelige Familie Vernezobre de Laurieux war unter demKönige Friedrich Wilhelm I., in Folge der bekannten Angelegen-heiten des General-Controleur Law, mit bedeutendem Vermögen ausFrankreich nach Berlin gekommen. Hier erbaute der Baron vonVernezobre den schönen Palast in der Wilhelmstrasse, den später diePrinzessin Amalie, Schwester Friedrich II., kaufte und den gegenwär-tig der Prinz Albrecht noch vielfach verschönert und vergrössert be-sitzt. Auch das schöne Haus in der Burgstrasse No. 25 ist von ihmerbaut worden. Kr erwarb auch die schönen Hohen-Finower Güterbei Neustadt Eberswalde, die erst nach seines Enkels, des LandrathsFreiherrn v. Vernezobre's , Tode in andere Hände gekommen sind.Zwei Söhne des Landraths stehen in der Armee, der ältere im Reg.Garde du Corps. Eine Tochter aus diesem Hause, Karoline Ulrilce, istan den Landrath Grafen Eduard v. Zedlitz - Trützschler vermählt.

Die Freiherren v. Vernezobre führen im getheilten, oben silbernen,unten blauen, Schilde hier zwei übers Kreuz gelegte goldene Palmen-zweige mit einem silbernen Halbmonde belegt, dort einen schwarzenAdler. Diese beiden Bilder erscheinen auch als Schmuck der beidengekrönten Helme. Decken rechts schwarz und silbern, links blauund rotli.

Versen, die Herren von.

Dieses altadelige Geschlecht stammt aus Hessen, und hat sichvon da in vielen andern Ländern, namentlich auch nach Dänemark,Schweden und Pommern gewendet. In Pommern erwarb es verschie-dene Güter, namentlich Eulenburg im Kreise Neustettin, Tytzow imKreise Belgardt u. s. w. Das Letztere ist ein altes Lehn des Hauses.Eben so war auch Pobanz im Fürstenthume Camin ein altes Lehndesselben. In der Gegenwart besitzen die v. V. in Pommern die Gü-ter Butzlaw, Mandelatz im Kreise Belgardt und Crampe im Fürsten-thumskreise, die ebenfalls alte Familienlehne sind. In der preuss.Armee gelangte Otto Casimir v. V. zur Würde eines Generalmajorsvon der Cavallerie, und starb im Jahre 1774. In schwedischenDiensten gelangte Reinliold Johann v. Fersen zur Würde eines Gene-ralfeldmarschalls; er wurde am 28. März 1712 in den schwedischenGrafenstand erhoben und seine Nachkommen haben hohe Staatswür-