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mentsverwaltung in Speier, und gehörte zu den dasigen adeligen rit-termässigen Geschlechtern. — Urkundlich kommt zuerst Hermann v. J.mit dem von der Familie fortgeführten Beinamen Münzer (nach demStammhause Münzer-Hof) im Jahre 1108 vor. — Ruprecht v. J. ver-liess Speier 1785 und ging nach Spanien. Sein Sohn Johann Ewaldv. J. diente daselbst als Oberst. Bei Tariffa 13-10 erschlug er dreimohrische Fürsten und trug viel zum Siege bei. Zum Andenken andiese Waifenthat gestattete ihm Alfons XL, König von Arragonien, sei-nem Wappen drei Mohrenköpfe hinzuzufügen. Seit dieser Zeit lindetman, dass die v. J. ausser dem Namen Münzer auch den Beinamenv. Mohrenstamm führen. — Von den Nachkommen der in Speier ver-bliebenen Brüder des Ruprecht gelangte zu hohen Würden in der preuss.Armee Martin Eberhard v. J., Herr auf Adelmansfelde, der 1769 als Ge-nerallieut. u.s.w. starb. Von seinen Söhnen starb Fried. Karl v. J. imJ. 1802 als preuss. General und Georg Eberhard v. J. schon früher alsMajor, seine Tochter aber, Friederihe , wurde die Gemahlin des 1792 zuWesel verstorbenen Generallieut. Friedr. Moritz, Freih. v. Romberg. —Fried. Christian Arnold, Freiherr v. Jungken, genannt Münzer v. Moh-renstamm , Erbherr auf Hülfe, diente anfangs in der preuss. Armee,ging aber später in kurhessische Dienste und gelangte zur Würde ei-nes Generallieutenants, Generaladjutanten, Commandeurs der Garde,Staatsministers, Ober-Kammerherrn u. s. w. Er starb im Jahre 1806unvermählt. — Seine Erbin war Friederike, Freiin v. Romberg, dieTochter des erwähnten Friedrich Moritz, Freiherrn v. R., und Enkelindes preuss. Generallieutenants Martin Eberhard Jungken, genanntMünzer v. Mohrenstamm. Sie wurde die Gemahlin eines emigrirtenfranzösischen Edelmanns, Baron v. Vely. Der Erblasser legte ihm dieVerpflichtung auf, den Namen und das Wappen der v. Jungken anzu-nehmen und fortzuführen. Der einzige Sohn aus dieser Ehe ist dergegenwärtige königl. baiersche Kammerherr und Johanniterritter Frie-drich, Freiherr v. Vely-Jungken, genannt Münzer v. Mohrenstamm,Besitzer des Ritterguts Hülfe, im Kreise Lübbecke des Regierungs-bezirks Minden.
Das vereinte Wappen der Freiherren v. Vely-Jungken ist qnadrirt.Das Iste und 4te goldene Feld enthält die v. Jungkenschen Wappen-bilder, nämlich den schwarzen Sparren und die drei Mohrenköpfe. DieFelder 2 und 3 sind in grün und schwarz getheilt, und darin ein vonzwei gekrönten Salamanderköpfen gehaltener Ballten.
Vcnedigcr, die Herren von.
Diese alte adelige Familie gehörte Preussen, Sachsen, Schlesienund den anhaltschen Ländern an. Soviel uns bekannt ist, belindensich keine Mitglieder dieser Familie mehr in den diesseitigen Staaten.In Preussen besass sie am Anfange des vorigen Jahrhunderts die Gü-ter Worlak und Wotterlak. Die ordentliche Stammreihe der Edelleutedieses Namens beginnt mit dem hochverdienten Thomas Venediger,Hauptmann des deutschen Ordens in Stuhm. — Georg v. Venedigerwar im 16. Jahrhunderte Bischof zu Samland und Pomesan in Preus-sen. — In Schlesien besassen die v. V. Bunkau, Gross Totschen u.s, w. im Oelsischen. — Ein Mitglied dieses Hauses war königl. pol-nischer und kurfürstl. sächsischer General.
Die v. V. führen im Schilde eine weisse gekrönte Schlange, aufderen Rücken ein weisser Vogel sitzt. M. s. Sinap., II. S. 1083. Gauhe, I.S. 1946. Zedier, 46. S. 1264.