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ner II. v. Y. zu Osterbnrg war die Schwester des Markgrafen Alhreclitdes Bären. Kin Sohn aus dieser Ehe, Graf Werner III. v. V., bliebi.J. 1157 auf dem Schlachtfelde, als er dem Markgrafen Albrecht bei derWiedereroberung von Brandenburg beistand.— Das Geschlecht hatte sichin zwei Hauptlinien getheilt. Die ältere derselben in der Altmark erloschimJahre 1230 mit dem Grafen Siegfried II. v. Y. zu Osterburg und Al-tenhausen , und ihre Besitzungen fielen an das Haus Brandenburg zu-rück. Die jüngere Linie, im Magdeburgischen und Braunschweigschenbegütert, gab den Grafentitel auf. — Der Berghauptmann AugustFerdinand v. V. erhielt bei der Huldigung im Jahre 1798 von des jetztregierenden Königs Majestät ein Erneuerungsdiplom der Grafenwürdefür sich und seine Nachkommenschaft. Er starb am 2. Octbr. 1801.Die Grafen v. V. sind im Besitze des Erbküchenmeisteramts im Her-zogtlmme Braunschweig. Das Haupt des gräflichen Hauses- ist gegen-wärtig Graf Rüttger, geb. den 25. Jan. 1785, Erbküchenmeister desHerzogthums Braunschweig, Majoratsherr auf Harbke, Adelstedt undGroppendorf. Er war zuerst mit Louise v. Lauterbach vermählt, vonder er geschieden ist, und die sich nachmals mit dem Fürsten WilhelmMalte Putbus vermählte. Seine zweite Gemahlin ist Charlotte Autoi-nette Friederike v. Bülow. Aus erster Ehe lebt eine Tochter, dieGrälin Ottonie, welche sich 1827 |mit dem königl. preuss. Landrathe desNeuhaldenslebenschen Kreises, Freiherrn 0. A. v. Veltheim auf Velt-heimsburg, vermählte. — Der Bruder des Majoratsherrn, Graf Wernerv. Y., ist herzogl. braunscliweigscher Geheimer Rath und Holjägermei-ster; es leben zwei Söhne und drei Töchter desselben. — EineSchwester der beulen Grafen, Mariane, ist die Gemahlin des königl.preuss. Oberberghauptmanns und Oberamtsdirectors zu Halle, FransWilhelm Werner, Freiherrn v. Veltheim auf Ostrau und Cüsseln.
Im preuss. Staatsdienste bekleidet gegenwärtig Franz WilhelmWerner, Freiherr v. V., die Würde eines Oberberghauptmanns undChefs des gesammten Berg- und Hüttenwesens im Staate.
Das ursprüngliche v. Veltlieimsche Wappen zeigt im blauen Feldeeine mit vier Thürmen besetzte Burgmauer, deren Portal geöffnet ist.Das heutige grälliche Wappen führt dieses Bild in dem mit einer neun-perligen Krone bedeckten Herzschilde. Das Hauptschild ist quadrirt.In den goldenen Feldern 1 und 4 sind drei schwarze, und dazwischenzwei silberne Querbalken, in den silbernen Feldern 2 und 3 sind zweiAeste, jeder mit zwei grünen Blättern, angebracht. Im. untern Theiledes Schildes ist durch einen Spitzenschnitt ein fünftes blaues Feldangebracht, in dem zwei übers Kreuz gelegte Bischofstäbe vorgestelltsind. Das Hauptschild wird von drei gekrönten Helmen bedeckt. Ausder Krone des rechten Helmes wächst ein geharnischter Arm, der ei-nen goldenen Ring hält, auf der des mittleren stehen zwei goldene Biif-felhörner, in deren Mitte ein an beiden Seiten befestigtes Kissen mitdem preuss. Adler; auf der des dritten steht ein schwarzer Adlerlfügel.Zu Schildhaltern ist ein gerüsteter Ritter mit goldener Schärpe undschwarzen Straussfedern auf dem Helme und ein geki'önter schwarzerBär gewählt. M. s. auch Noltenii Diatriba genealogico bist, de ill.Velthemior. familia per saec. XB XII. XIII. et XIV. diplomat. proba-tissimoruinque historicormn fide descripta. Heimst. 1727. Sam. Lenz,von dem ehemaligen Grafenstande der v. V. 1756.
Yely-Jungken, die Freiherren und Herren von.
Die Familie der v. Jungken kommt schon in den ältesten Zeitenam Rheine vor. — Im 11. und 12. Jahrhunderte führte sie die Regi-