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Tschepe — Tscliirnliaus.
dem Hause Osten wurden die Vettern Ernst und Heinrich Oswald v. T.am 8. Juli 1725 in den Freilierrnstand erhoben. — Gegenwärtig istein v. Tschammer und Osten, Herr auf Iiochbeltsch, Landschaftsdirec-tor, Polizei-Districts - Commissarius und Curator des v. LestwitzschenFräuleinstifts zu Gross -Tschirna.
Die v. T, führen im gespaltenen silbernen und rothen Schilde,hier ein silbernes Biiffelhorn, dort ein rotlies fiinfendiges Hirschgeweiii.Dieses Bild wiederholt sich auf dem Helme. M. s. auch Sinapius, I,S. 983 — 98. II. S. 10<i9 — 7!. Gauhe, I. S. 1924. Zedier, 45. Bd.S. 1360— 65. Das Wappen giebt Siebmacher, I. S. 50. v. Medingbeschreibt es, III, No. 860.
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Tschepe, die Herren von.
Das Fiirstenthum Oels in Schlesien ist die Heimath der v. Tschepe,liier liegt ihr Stammhaus Weydenbach. Johann Heinrich v. Tscliepewurde am 16. März 1702 mit dem Prädicat v. Weydenbach in denböhmischen Ritterstand aufgenommen. Uebrigens schrieben sie sichschon früher auf diese AVeise, denn David v. Tschepe und Weyden-bach kommt schon im 30jährigen Kriege als Oberstlieutenant und Ge-neralquartiermeister vor, der in dänischen und niederländischen Dien-sten gestanden hatte. — Noch vor wenigen Jahren war die Familiein Schlesien begütert. — Karl v. T. war königl. Generalmajor undChef eines Infanterieregiments, auch Ritter des Ordens pour le me-rite. Er starb hochbejahrt und erblindet zu Breslau am 3. Febr. 1826,wenn nicht der Letzte, doch als einer der Letzten seines Geschlechts. —Von zwei Majoren dieses Namens war einer im Jahre 1816, der an-dere im Jahre 1823 verstorben.
Die v. T. führen im hlauen Schilde einen goldgekrönten rechtsge-wendeten silbernen Schwan, auf grünem Hügel stehend. Der Schwanwiederholt sicli zwischen zwei Adlerflügeln, von denen der rechte obengolden, unten schwarz, der linke oben silbern, unten blau ist, aufdem gekrönten Helme. Die Helmdecken rechts schwarz und golden,links silbern und blau.
M. s. Olsnograph. S. 892 u. f. Sinapius, I. S. 990. Zedier, 45.S. 1370. v. Meding beschreibt das AVappen, III, No. 861.
Tscliirnliaus, die Herren von.
Ein uraltes vornehmes, einst in Schlesien sehr begütertes Ge-schlecht, aus welchem ein Mitglied am Anfange des 17. Jahrhundertsden Freiherren-, und ein anderes am Anfange des 18. Jahrhunderts denGxafenstand auf sein Haus brachte. Mittenwalde, Bolkenhayn, Ha-belschwerd , Wederau , Kislingswaldau , Ober- und Nieder-Baumgar-ten und viele andere Herrschaften, Städte, Burgen und Dörfer warenein Besitzthum dieses Hauses. In der Gegenwart ist nur Nieder-Baum-garten noch in den Händen eines Eduard v. Tschirnhaus.
Diese Familie scheint auch nur noch wenige Mitglieder bei unszu zählen. Die Freiherren und Grafen sind erloschen. Das ursprüng-liche Wappen der v. T. ist ein roth und schwarz gespaltenes Schild,darin ein getheilter , oben weisser, unten rother Balken. Auf demIlelme zwei, die Farben des Schildes tragende Büirelhörner. Die Deckensind silbern, roth und schwarz.