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4 (1842) P - Z
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Tscliammcr.

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bei Lentlien gebliebenen sächsischen Generals von der Cavallerie, Gra-fen v. Nostitz, vermählt. Ein Sohn aus dieser Ehe, Golllicb JuliusTriitzschler v. Falkenstein, ererbte durch seinen Oheim mütterlicherSeite die Güter Frauenhain und Kungendorf, und später von einemandern Bruder seiner Mutter die Fideicommissherrschaft Schwentnigund das Fideicoinmissgut Petrikau, sämmtlich in Schlesien gelegen.Mit der erstem Erbschaft war ihm von dem Erblasser die Bedingung-gemacht worden, den Namen und das Wappen der Grafen v. Zedlitz-Wilkau anzunehmen, wozu unter dem 22. Febr. 1810 die königl. Be-willigung wurde, und er ist gegenwärtig das Haupt des gräflichen Hau-ses Zedlitz zu Wilkau, genannt Triitzschler v. Falkenstein (in. s. denArt. die Grafen und Freiherren v. Zedlitz). Die Gemahlin dieses erstenGrafen v. Zedlitz-Triitzschler, Ernestine, ist eine der Töchter des verstor-benen Sachsen-altenburgischen Geheimen Raths-Präsidenten Trützsch-ler v. Falkenstein. In den Händen des Sohnes dieses Letztern sinddie alten Familiengüter dieser Linie. Dem Hause der Triitzschlerv. Falkenstein gehört der gegenwärtige Major im 37. Infanterieregi-mente und Ritter des eisernen Kreuzes an. Eine Linie der v. T.hatte sich auch im Wiirtembergschen niedergelassen, ihr gehörte derOberst v T., Commandern- des Regiments v. Strachtitz zu Liegnitzan, der im Jahre 1S23 im Pensionsstande gestorben ist. Noch ge-denken wir des vor einigen Jahren zu Berlin verstorbenen Oberstenund Connnandeurs v. T., und des ebenfalls vor einigen Jahren ver-storbenen Kammergerichts-Präsidenten v. T. zu Berlin.

Der besondern Anführung Werth ist der Umstand , dass die v. T.zu den verschiedenen altadeligen Familien gehören, die früher von demWörtchen von keinen Gebrauch zu machen pflegten.

Die v. T. führen im goldenen Schilde einen von der obern Rech-ten zur untern Linken gezogenen schwarzen Schrägbalken, und aufdem Helme einen schwarz gekleideten Mann mit goldener Halsbinde.Auf manchen Abdrücken ist es auch ein schwarz gekleidetes Frauen-zimmer, das statt der Arme zwei goldene, mit dem Balken belegteAdlerilügel hat. Die Decken golden und schwarz. Einige Zweige desHauses haben auch den Balken mit drei Spiegeln belegt im silbernenFelde. Siebmacher, I. S. 104. M. s. auch Gaulle, I. S. 1923 u. f.Zedier, 45. S. 1271 73.

Tscliammcr, die Freiherren und Herren von.

Sie haben mit dem alten Hause Bieberstein gleiche Abstammung,und sind um das Jahr 1109 aus der Schweiz und aus dem südli-chen Deutschland nach Schlesien und nach Polen gekommen. Schondamals führten sie die freiherrliche Würde und den schönen Beina-men:Edle Ritter". Sie schrieben sich zuerst Zambor, später Scham-bor, sodann Tschambor und jetzt Tschammer. Der edle Ritter Tsam-bor, Herr auf Schildberg, focht 1240 tapfer in der Tartarenschlacht.Seine Nachkommen erwarben ansehnliche Güter, von denen zuerstKetzerdorf im Briegschen, später Osten im Glogauischen, ebendaselbstGr. und Nieder-Tschirna, Dase, Petersdorf, Kuttlau, Hünern, Os-selwitz, Rüschen, Sallschütz, Klein - Dammer, Kutscheborwitz, Gr.Krichen, Dromsdorf u.s.w. zu nennen sind. Aus diesem Ge-schlechte sind viele Landeshauptleute, Kreishauptleute und hohe Offi-ziere hervorgegangen. Im Jahie 1714 starb zu Moskau ein v. T.als General und Ritter des Andreasordens. Der königl. preuss. Ge-neralmajor v. T. war Chef des Infanterieregiments No. 29. zu Stendalund starb im Jahre 1809 als Coinmandant des Invalidenhauses. Aus