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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
281
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Tsckirsckky Tsckisclwitz. 281

Tscliirschky, die Herren von.

Das alte aus Polen nach Böhmen nnd von da iin Jahre 1607 nachSchlesien gekommene adelige Geschlecht der von Tscherske, nachmalsTschirschki, stammt, nach Okolski und Paprocius, von einem tapfernKriegsmanne Namens Wieniawa ab, der zur Zeit des Friedens Koh-lenbrenner war. Er wurde einst von einem wilden Büffel angegriffen,aber durch die Kraft seiner Arme Herr über denselben, er zog demBüffel einen Ast durch die Nase und führte das überwundene Thiervor den Landesherrn, der ihm erlaubte, sich eine Gnade zu erbitten.Wieniawa bat bescheiden nur um die Freiheit, ungehindert in den Wäl-dern Kohlen brennen zu dürfen. Der König, überrascht von dieserUneigennützigkeit, gab ihm einen grossen Wald als Eigenthum. Dar-auf schlug er ihn zum Bitter, und ein Biiffelkopf mit einem Ring durchdie Nase ward das Bild seines Wappens. Zuerst erscheint diese Familiein Schlesien im Besitz der Ronstocker Güter im Fiirstenthume Schweid-nitz, Bögendorf, Arnsdorf, Ullersdorf, Schmitzdorf, Pristram, Mecli-witz, Weichwitz, Peilau, ICoblau, Jonsdorf u. s. w. sind alte Besitzun-gen dieses Hauses, später erwarb es auch Domanze, Schlanz, Mas-selwitz, Kobelau u. s. w. Noch gegenwärtig sind Ober- und MittelPeilau, Schlanz, Kobelau und andere Güter in den Händen der Fa-milie. Noch gegenwärtig schreiben sich Mitglieder der Familie vonTscliirschky und Bögendorf. Karl Wilhelm v. Tscliirschky gelangte1789 zur Würde eines Generalmajors, Chef eines Dragonerregiments.Er war auch Drost zu Essens in Ostfriesland. Gegenwärtig istChristian August v. Tscliirschky Geheimer Ober-Tribunalrath zu Ber-lin, ein Neffe desselben ist der Landrath Heinrich v.T. auf Kl. Glienbei Beizig im Regierungsbezirke Potsdam. Die v. T. führen, wiewir oben andeuteten, im silbernen Schilde einen schwarzen Biiffelkopfmit goldenem Ring durch die Nase, und auf dem Helme zwei silberneBüffelhörner.

Tsckischwitz, die Herren von.

Das gleichnamige Stammhaus dieser Familie liegt bei Würzen imKönigreiche Sachsen, doch schon im 14. Jahrhunderte machte sich eineLinie des Hauses in der Grafschaft Glaz ansässig, wo Gabersdorf,nicht Gebersdorf, wie Sinapius sagt (jetzt den Grafen v. Magni gehö-rig), ihre älteste Besitzung war. Die Brüder, nach Andern Heinrich,Christoph und Hans v. T. erhielten im Jahre 1449 einen Gnadenbriefvom Herzog Heinrich über ihre Erbgüter in der Grafschaft Glaz.Um das Jahr 1654 war Christoph v. T. auf Kunitz Hofmarschall desHerzogs Georg III. zu Liegnitz und Brieg. Bei Cantli und beiBrieg, eben so auch bei Steinau und Wohlau, war diese Familie be-gütert.

Diese Familie führt ein blau und roth geviertetes Schild, unddann einen blau und roth geschachteten Balken, der oben und untenmit einem weissen Strich eingefasst ist. Auf dem gekrönten Helme ste-hen zwei umgekehrte Tartarmützen, zur Erinnerung an ihre Mitwir-kung in der Tartarscldacht. M. s. Siebmacher, I. S. 61. Sinapius, I.S. 1001. II. S. 1076. Gauhe, I. S. 1943.

,, r .Sachsen schreibt sich diese Familie von Zschischwitz undVV eissig.