Tettenborn — Thadden.
Tettenborn, die Freiherren nnd Herren von.
Das gleichnamige Stammhaus des alten Geschlechts v. Tettenbornliegt in der Grafschaft Hohenstein. Die Stammreihe beginnt mit demRitter Herold v. Tettenborn, der um das Jahr 1284 lebte. SeineNachkommen haben in Sachsen, in den Marken, in Baden und in ver-schiedenen andern Landschaften Güter erworben. Bei Weissenfeis,ini Regierungsbezirke Merseburg, und bei Wrietzen, im Regierungs-bezirke Frankfurt, ist gegenwärtig ein v. Tettenborn begütert. — Knrlv. Tettenborn auf Tettenborn in der Grafschaft Hohenstein, war Ober-jägermeister des Markgrafen v. Baden zu Rastadt. Sein Sohn, Fried.Kurl, Freiherr V .Tettenborn, anfänglich für das Forstwesen bestimmt,studirte 1791 und 94 zu Göttingen und Jena, und trat sodann in dasÖsterreichische leichte Reiterregiment Graf Kinski (zuletzt Graf Rienau)ein. Im Jahre 1805 erwarb er sich das Theresienkreuz, und wurdedarauf bei mehreren Gesandtschaften attachirt. Im Jahre 1809 avan-cirte ihn der Erzherzog Karl auf dem Schlachtfelde von Wagram zumMajor und 1812 trat er als Oberstlieutenant in russische Dienste. Andie Spitze eines Corps leichter Reiterei gestellt, fand er Gelegenheit,in den Feldziigen 1813 und 14 seinen Namen bekannt zu machen.Vor Berlin, vor Lüneburg, an der Jörde und bei mehreren andernVorfällen machte er seinen Ruf als tapferer Offizier geltend. Seinefrüher schon eingeschlagene diplomatische Laufbahn betrat er im Jahre1818 wieder, und noch gegenwärtig bekleidet der Freiherr Karl v. T.die Würde eines grossherzoglich badenschen Generallieutenants undausserordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers am Hofezu Wien.
Die Familie v. Tettenborn führt im silbernen Schilde einen dop-pelten schwarzen Haken, und auf dem Helme zwei schwarze Adler-fliigel. Siebmacher giebt es 1. Th. S. 148. v. Meding beschreibt esIII. Th. Nr. 844. M. s. a. Mushardi, Theatr. Nob. Brem. 518. Eck-strom. Chron. Walkenred. p. 223 — 26. Sagittar die Grafen v. Glei-chen S. 445. Zedier, 42. Bd. S. 1501. Gauhe, I. Bd. S. 1864.
Tevcnar, die Herren von.
Diese adelige Familie ist aus dem Cleveschen, wo ihr Stammhausliisfeld liegt. Gerhard v. Tevenar war Bürgermeister zu Essen. —Johann Wilhelm v. T. starb am 6. Decbr. 1797 als Regierungs- undConsistorial-Präsident zu Magdeburg, sein Sohn aber, Geor<j v. T.,am 26. Mai 1808 als Regierungsrath zu Magdeburg. — Diese Familieerhielt am 6. August 1781 ein Anerkennungsdiplom ihres alten Adels.
T Ii a (11! c n, die Herren von.
1) In früheren Zeiten schrieb sich dieses altadelige, Pommern un-gehörige Geschlecht Tade. Die Lehne desselben, Nisnachow, Dzenze-litz oder Dzechlin, Bonsiwitz, Rodestow, Ribienke u. s. w., liegen imLauenburgschen, wo aucli ein Dorf Thadden liegt. Mit den genann-ten Dörfern belehnten im Jahre 1527 die Herzöge von Pommern zweiBrüder, Klaus und Stephan v. Tilade. Aus dieser adeligen Familiesind uns folgende Mitglieder bekannt : Reinhold v. Thadden starb alskönigl. preuss. Generallieutenant von der Infanterie, vormaliger Regi-mentschef und Gouverneur von Glatz , am 8. Decbr. 1784 auf seinem