Tesmar — Tettau.
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Iiat am Hintertheile lies Kopfes zwei schmale goldene Sclirägbalben.Auf dem rechten Helme ist ein rother, auf dem linken ein silbernerAdleriiiigel angebracht.
Tesmar, die Herren von.
Die von Tesmar gehören dem alten pommerschen Adel an. Siebesassen lange Zeiten hindurch das Gut Schwichow im Lauenburg-sclien; jetzt ist Friedrich Wilhelm v. Tesmar Herr auf Gross-Borkow,ein anderer v. T. besitzt einen Antheil an dem Gute Trzebiatkow, inderse ben Landschaft gelegen.
Die v. T. fuhren ein silbernes, von einer breiten blauen Strassein die Quere getheiltes Schild. Der Helm ist mit drei kurzen Schwer-tern, welche die Spitzen in die Höhe richten, besteckt. Siebmachergiebt das Wappen V. Th. S. 171. Nachrichten von den v. T. gebenMicrälius VI. Bd. p. 380. Zedier, 42. Bd. S. 1201.
T et tau, die Herren von.
Dieses uralte böhmische Geschlecht hat gleichen Ursprung mit demnoch heute blühenden vornehmen fürstlichen und gräflichen Hause Kinski,und ebenso mit dem erloschenen grällichen Geschlechte Wehinski.Von Alhrcclit Tettauer's und Tettowäs Söhnen an, der um das Jahr1400 lebte, beginnt die ordentliche Stammreihe, während damals schondurch ein Zeugniss des Markgrafen Jobst von Mähren die v. Tettaudarthaten, dass sie zum Ilerrenstande gehörten und seit 400 Jahrenlür gestrenge Ritter des Königreichs Böhmen gehalten worden seien,lin Jahre 1315 verkauften sie ihre Güter in Mähren, um sich imVoigtlande und in Meissen anzukaufen. Von hier kamen sie insMagdeburgsche, und mit dem Orden zogen viele Ritter aus diesemHause nach Preussen, wo sie grossen Grundbesitz, namentlich die Gü-ter Wicken, Schönbruch u.s.w. erwarben. — Apel v. Tettau war 1780des Erzbischofs Ernst von Magdeburg „fürnehmer Rath". — Wilhelmv. Tettau war 1488 des Königs von Ungarn Kriegsoberster. In Preussenerwaihen die v. Tettau viele Güter, wie Kauten, Talpitz u. s. w., undmehrere Mitglieder des Hauses starben in grossen Hofämtern, namentlich :
Hans Eberhard v. Tettau als Landhofmeister l(jt)3.
Georg Abel v. T. als Obermarschall 1677.
Hans Dcllew v. T. als Oberkanzler 1687.
Friedrich v. T. als wirkl. Staatsrath 1748.
Emst üictr. v. T. als wirkl. Staatsrath 1766.
Johann Georg v. T. als Generallieutenant und Commandant vonSpandau.
Die Wittwe des ehemaligen holländischen Feldzeugmeisters, nach-maligen königl. prenss. Landraths, Landesdirectors und Hauptmannszu Brandenburg v. Tettau, Erbherrn auf Trimmau und Kukehne, stif-tete laut Urkunde vom 22. August 1713 ein Stilt für vier lutherischeFräuleins. Die Familien v. Tettau, v. Rumohr, v. Canitz und Re-ventlau gemessen dabei den Vorzug.
Die v. Tettau führen ein in roth und Silber mit drei aufwärts-gehenden Spitzen getheiltes Schild, und auf dem Helme zwei in rothund Silber geviertete Adlerüiigel. Decken roth und silbern.