Tliielau. 265
Gute Babenz in Ostprenssen, kinderlos. Sein Vermögen fiel an seineVettern aus dem Hanse Reddestow. — Johann Leopold v. Thadden,aus dem Hanse Reddestow, Generallieutenant, Clief eines Infanterie-regiments, Gouverneur von Spandau, Ritter des grossen rothen Adler-ordens, starb 1817 zu Halle. Von seinen Söhnen ist einer Oberforst-meister zu Stettin, ein anderer lebt als Hauptmann a. L>. zu Halle. —Christian Ludwig v. Thadden starb am 24. Juli 1794 als Oberst undChef eines Füsilierbataillons, Ritter des Verdienstordens. Kr war miteiner von Billerbeck vermählt. Aus dieser Ehe ist der Major undCommandeur des Garde-Schiitzenhataillons v. Thadden, vermählt miteiner Girodz de Gaudi. — Ernst Dietrich v. Thadden, Oberst undFlügeladjutant, war mit Karoline Wilhelmine Henriette, Grälin vonWartensleben, Tochter des Generallieutenants Grafen v. Wartensleben,vermählt. Aus dieser Khe lebt ein Sohn, welcher Besitzer des GutesTriglaf bei Greiffenberg in Bommern, und eine Tochter, die Wittweeines Landraths Grafen v. Reichenbach ist.
2) Ein natürlicher Sohn des Majors im Regimente v. Renzel,Franz Heinrich v. Thadden, wurde im Jahre 1799 legitiniirt und vomKönige in den Adelstand erhoben; er blieb im Jahre 180t> als Lieute-nant in der Artillerie bei Lübeck.
Das v. Thaddensche Wappen zeigt im fjuergetheilten, rothen undsilbernen Schilde, hier einen goldenen sechseckigen Stern, dort einenverkürzten silbernen Greif. Auf dem Helme stehen drei grüne breiteBlätter. Siebmacher, V. Th. S. 158.
Ein anderes v. Thaddensches Wappen zeigt im blauen Schilde zweihälfe, mit den Spitzen nach unten gekehrte, und über einander lie-gende silberne Monde über einen goldenen sechseckigten Stern, undüber dem Helme zwei goldene sechseckige Sterne zwischen drei Pfei-len. Die Helmdecken sind blau und silbern.
Tliielau, die Herren von.
1) Eine adelige sclilesische und sächsische Familie. Tn Schlesienbesass sie die Güter Kroitsch, Tintz, und in Sachsen Scheibsdorf. Ausdiesem Hause war der kursächsische Oberstallmeister v. Tliielau, einVater des kursächs. Generals v. Tliielau, der 1711 zu Dresden starb.— Hans Gottlieh v. Tliielau war Herr auf Scheibsdorf und Lampers-walde (letzteres Gut liegt bei Oschatz). — Karl Florinn v. Tliielauauf Neu-Döbern und Retgensdorf war herzogl. braunschweigscher Ober-stallmeister. — N. N. v. Tliielau auf Lamperswalde war mit einerv. Salza vermählt. — In Schlesien war Göttlich Sigismund v. Tliielauauf Lampersdorf bei Silberberg mit einer v. Vippach vermählt. SeinenNachkommen gehört noch gegenwärtig dieses Gut. Ein Bruder desErwähnten war Major im Kiirassierregiinente v. Heising und früherInspections-Adjutant. Er starb 1821 auf seinem Gute Silmenau beiBreslau. Einer seiner Söhne ist der Landrath des Landsliuter Kreisesv. Tliielau, vermählt mit einer v. Crauss auf Schreibendorf, ein andererlebt als Major a. D. auf seinem Gute Nieder -Falkenhain. — Derkonigl. Kammerherr und Landstallmeister v. Tliielau zu Graditz, beiiorgau, ist mit einer Tochter des verstorbenen Oberstallmeisters undGeneralmajors v. Jagow vermählt.
Das Wappen dieser Familie besteht aus einem in Silber und Goldgespaltenen Schilde, und darin auf einem Hügel ein Stock, der aufbeiden Seiten Sprossen treibt. Auf dein gekrönten Helme steht eineNachtigall , einen goldenen Ring mit einem in die Höhe gekehrtenDiamant im Schnabel haltend,