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Tcrino.
Landeskanzler Alberl Leopold Paczenski, und seinen Vettern AdamWenzel und Georg Friedrich Paczenski von Gr. Paczin unter dem 28.Juli 1692 die alte Grafenwiirde vom Kaiser bestätigt worden war,nannten sich diese Grafen blos wieder v. Tenczin. Der genannteAdam Wenzel war des Kaisers wirklicher Geheimer Rath, Landes-hauptmann in Teschen und Besitzer grosser Güter in jener Landschaft.Er starb aber 1713 kinderlos. Sein Bruder Georg Friedrich besassdie Herrschaft Steinau im Falkenbergschen. Er starb 1721 und liin-terliess nur eine Tochter, die sich in zweiter Ehe mit dem GrafenAlexander v. Callenberg auf Moskau vermählte, im Jahre 1716 abergeschieden wurde. Von des oben erwähnten Kanzlers Albert LeopoldSöhnen war Joseph Jahob Domherr zu Breslau, und Franz AlbreclttHerr auf Bitschin. — Im Jahre 1721 starb Leopold Constantin , Grafv. T., Landeskanzler der Fürstenthümer Oppeln und Ratibor. Gegen-wärtig sind viele Güter dieses Hauses ein Eigenthum der Grafen v.Gaschin. — Die Gräfin v. Frankenberg auf Wartau ist eine geborneGräfin v. Tenczin. — Eine Linie der v. Tenczin erlosch am 4. Au-gust 1774 mit Marlin Joseph v. T. auf Grossburg.
Die Grafen v. T. führen ein quadrirtes Wappen mit einem Herz-schildlein. Im lsten silbernen Felde ist ein rother Adler, im 4ten ro-then Felde ein silberner Adler, im 2ten und 3ten rothen Felde aberein Zimmermannsbeil mit goldenem Stiele angebracht. Das blaueHerzschild enthält einen goldenen, geklönten, aufgerichteten Löwen.Der gekrönte Helm trägt den Löwen abgekürzt, in der rechten Prankedas Beil haltend. Die Decken rechts roth und silbern, links blau undgolden. M. s. Sinap., I. S. 973 u. f., und IL S. 251—55. Gaulle, I.S. 1859. Okolski, T. III. p. 23.
Termo (Thermo), die Freiherren und Herren von.
Diese altadelige Familie ist vom Rhein in die östlichen Ländergekommen. In den Marken hatten die v. Thermo schon im Jahre 1456das Stadtgericht zu Baerwalde zum Lehn. Sie erwarben darauf dieGüter Bruno, Terpt, Zinkau u. s. w. im Kreise Ober-Barnim, fernerJlohenfinow bei Neustadt Kb.-W. Melchior v. Thermo war Comtluirdes deutschen Ordens zu Weissenburg. Er ist auch durch seine Ge-sandschaft an den Czaar bekannt geworden, durch welche er den ge-fangenen Heermeister Wilhelm von Fürstenberg ranzionirte (1559). Einanderer Melchior v. Thermo war kurbrandenburgischer Gardehaupt-mann auf der Festung Spandau. — Hans v. Thermo war kursächsi-scher Rath. Er vermählte eine seiner Töchter an den hochberühmtenGrafen Rochus zu Lynar (1588). Karl Gottlob v. Thermo, aus demHause Terpt, starb 1778 zu Schweidnitz als künigl. preuss. Major vonder Garde und Ritter des Verdienstordens. Sein Neffe, Heinrich Adolphv. Thermo, vermählt mit einer v. Brandenstein, erkaufte am Ende desvorigen Jahrhunderts das Ritlergut Lipten bei Kalau. Seine ältesteTochter wurde die Gemahlin des Majoratsherrn v. Houwald auf Straul'itz. Eine andere Tochter, Eleonore Gustave v. Thermo, vermähltesich im Jahre 1804 mit dem Grafen Ferdinand v. d. Lippe-Weissen-feld auf Baruth bei Bautzen. In demselben Jahre liess sich der er-wähnte Heinrich Adolph v. Thermo in den Reichsfreiherrnstand erhe-ben. Gegenwärtig ist ein Sohn aus diesem Hause Regierungsrath zuCöslin und Ritter des eisernen Kreuzes.
Die Familie v. T. führt im rothen Schilde eine halbe silberneBracke (Hund) mit drei braunen Flecken, und auf dem Schilde dreiHelme. Der mittelste trägt die Bracke verkürzt, sie ist gekrönt und