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Stolle —• Stolterfotli.
Das gegenwärtige Ilaupt des Hauses Stolberg-Rossla ist Graf August,geb. den 25. Septbr. 1768. Er folgte seinem Grossoheini Wilhelm am0. Febr. 1820, und ist mit Karoline Auguste Luise Henriette Amalie,geb. den 9. Septbr. 1785, Tochter des Grafen Karl zu Erbach-Schön-berg, vermählt, aus welcher Ehe ein Solin und eine Tochter lebt.
Das Wappen dieses Geschlechts ist fünfmal in die Länge getheilt.In der Isten oben goldenen, unten silbernen Spalte, hier zwei Forel-len, dort ein schwarzer Hirsch. Die 2te Spalte ist getheilt, in derobern goldenen Hälfte oben ein schwarzer Löwe, unten in Silber dreirothe Sparren. Die untere Hälfte ist roth und golden quergetheilt.Die Ate Spalte ist quer getheilt; in der obern Hälfte zeigt sicli obenein rother Adler in Gold, unten ein dreimal roth und silbern geSchach-teter Querbalken in Gold; die untere Hälfte ist zehnmal in Roth undGold getheilt. Die beiden letzten Spalten bilden ein Viereck mit einemMittelschilde. Das Iste und 4te Feld davon ist roth und silbern ge-schachtet, die Felder 2 und 3 aber quergetheilt; im obern rothenTheile steht ein goldener Löwe, im untern silbernen sind vier rotheBalken gezogen. Das Schild bedeckt bei der altern Linie ein Fiir-stenhut, bei der jüngern eine Grafenkrone.
Stolle, Herr von.
König Friedrich Wilhelm II. ertheilte dem königl. poln. Leibclii-rurgus Joli. Gottfried Stolle am 14. Decbr. 1788 ein Anerkennnngsdi-plom seines Adels. Das ihm beigelegte Wappen bestand in einem un-bedeckten blauen Schilde, darin ein brauner Hirschkopf, gehalten voneinem schwarzen Adler.
Stollliofen, Herr von.
König Friedrich II. gab nach der Revue 1744 dem Major MarlinFriedrich Stollhofen ein Adelsdiploin. Er war der Sohn eines Predi-gers in der Uckermark, und starb am 9. August 1758 als Generalma-jor und Ritter des Ordens ponr le merite.
Stolterfotli, die Herren von.
Ein seit Jahrhunderten in Litthauen bekanntes, lange Zeit hin-durch auch reich begütert gewesenes altadeliges Geschlecht, aus wel-chem der König Friedrich Wilhelm II. einigen Nachkommen, die bisdahin von ihrem alten Adel keinen Gebrauch gemacht hatten, nament-lich dem Kriegs- und Doinainenrath Stolterfotli zu Königsberg, unddessen Söhnen, Friedrieh und Gottfried, ein Erneuerungsdiplom unterdem 28. Sept. 1792 ertheilte. Die genannten Söhne standen in preuss.Kriegsdiensten. Friedrich v. S. war Major im Bataillon Towarzys undim Jahre 1809 im Regimente Uhlanen, er starb 1812 und war miteiner Gräiin v. Dohna vermählt gewesen. Gottfried v. S. war schonim Jahre 1805 an den Folgen einer Wunde gestorben. Er war miteiner Baronesse Schott v. Schottenstein vermählt. Aus dieser Ehe lebtzu Geisenheim im Rheingau Adelheid v. S., des adeligen DamenstiftesBirken bei Baireuth Canonissin, rühmlichst bekannt als glückliche Dich-terin und geschätzte Schriftstellerin. Von ihren beliebten Dichtungennennen wir hier das romantische Gedicht Zorai'de in drei Gesängen.Frankfurt a. M. 1825. Alfred, romantisch episches Gedicht in acht Ge-