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4 (1842) P - Z
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Stolberg.

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Schwarza, zusammen mit 6 3 QMeilen und 20,000 Einwohnern in einerStadt, 5 Marktflecken, 24 Dörfern und 37 Weilern, Höfen und Vor-werken, ausserdem von der Grafschaft Hohnstein den Forst des Am-tes Hohnstein, das Haus und Vorwerk Sophienhof und das Dorf Ro-thesitte, so wie auch in Schlesien die Herrschaften Peterswaldau, Ja-nowitz, Kreppelhof u. s. w. Das Einkommen wird über 300,000 Gul-den angeschlagen. Der Wohnsitz ist Wernigerode. Das gegenwär-tige Haupt dieser Linie ist Graf Henrich, geb. den 2.0. Decbr. 1772.Er folgte seinem Vater, dem Grafen Christian Friedrich, am 26. Mai1824, und ist Mitglied des preuss. Staatsraths und nach dem Tode sei-ner ersten Gemahlin, Karoline Alexandrine Henriette Jenny, Tochterdes Fürsten Otto von Schönburg-Waldenburg, mit Eberhardine Li-sette Friederike Luise Karoline, geb. den 25. Januar 173.0, Tochterdes königl. preuss. Justizministers Eberhard Friedrich Christian Lud-wig , Freiherrn v. d. Reck, vermählt. Aus der ersten Ehe leben dreiSöhne und eine Tochter. Von seinen Brüdern ist Ferdinand, Graf zuSt. Wernigerode, geb. den 18. Octbr. 1770, Präsident der königl. Re-gierung zu Liegnitz, Herr der Herrschaft Peterswaldau u. s. w. inSchlesien, vermählt mit Marie Agnes Karoline, Tochter des GrafenFriedrich Leopold zu Stolberg - Stolberg, aus welcher Ehe sechs Söhneund zwei Töchter leben. Der jüngste Bruder, Anton, Graf zu St.Wernigerode, Dechant zu Walbeck, ist Präsident der königl. Regierung zuDüsseldorf und Oberst a. D. Seine Gemahlin ist Luise Therese Char-lotte Friederike Karoline, Tochter des Ministers Freiherrn von derKeck (s. oben). Aus dieser Ehe leben vier Söhne und sechs Töchter.

Die jüngere Hauptlinie wurde vom Grafen Johann Martin gestiftet,der im Jahre 1689 starb. Die beiden Söhne, Christoph Ludwig undFriedrich Wilhelm , theilten sich nach seinem Tode in Ortenberg undStolberg, welches wieder erlosch. Mit den Söhnen Christoph Lud-wigs entstanden zwei Speciallinien; der ältere, nämlich Christoph Frie-drich (gest. 1738), stiftete die Speciallinie zu Stolberg; der jüngere,Justus Christian (gest. 1739), die zu Rossla.

Die Speciallinie zu Stolberg-Stolberg zerfiel wieder in zwei Aeste.Von dem älteren Sohne Christoph Friedrichs, dem Grafen ChristophLudwig 11., rührt der Hauptast, von dem jüngern Sohne, ChristianGunther (gest. 1765), der Nebenast. Diese Speciallinie besitzt von derGrafschaft Hohenstein die Aemter Stolberg und Sayn unter preuss.Staatshoheit, und das Amt Neustadt unter hannöverscher Staatshoheit,wovon der Besitzer aber nur eine Coinpetcnz bezieht, da es wegendarauf haftender Schulden seit 1776 von Hannover sequestrirt wird.Die Einkünfte belaufen sich auf 50,000 Gulden. Der Wohnsitz ist Stol-berg. Das jetzige Haupt dieses Hauses ist Graf Joseph Christian ErnstLudwig zu Stolberg-Stolberg, geb. am 21. Juni 1771. Er folgte sei-nem Vater, dem Grafen Karl Ludwig, am 2. August 1815 in der Re-gierung, und ist mit Luise Auguste Henriette, geb. den 13. Jan. 1799,Tochter seines verstorbenen Bruders, des Erbgrafen Friedrich KarlAugust Alexander Heinrich, vermählt, aus welcher Ehe ein Sohn undvier Töchter leben.

Die Speciallinie Stolberg-Rossla besitzt von der Grafschaft Stol-berg unter preuss. Staatshoheit die Aemter Rossla, Questenberg, Wolfs-berg, Ebersburg und Berenrode; von dem stolbergischen Antheile ander Grafschaft Königstein in der Wetterau, -J von Stadt und SchlossOrtenberg, 7 5 3 von Stadt und Schloss Münzenberg, und T V von Heu-chelsheim als Standesherrschaft unter grossherzog'l. hessischer Staats-hoheit; und gemeinschaftlich mit Preussen die Aemter Heringen undKelbra in der goldenen Aue Thüringens unter preuss. Staatshoheit.Die Einkünfte betragen gegen 80,000 Gulden. Der Wohnsitz ist Rossla.v. Zedlitz Adels-Lex. IV. 16