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Stentzscli — Stilckc.
Stentzscli, die Herren von.
Kin adeliges Geschlecht in Schlesien und Sachsen, dessen gleich-namiges Stainmgut bei Schwiebus liegt. Dasselbe besass es schon im15. Jahrhunderte, später erwarb es auch die Güter Aulick, Reinsdorf,Wallwitz, Schönwalde, Niedewitz bei Sternberg, poln. Kessel, I'rittag,im Griinbergschen gelegen. I'rittag gehörte noch zuletzt diesem Hause,
— Friedrich Wilhelm v. Stentzscli auf Beisersdorf war herzogl. dessaui-scher Kammerpräsident. — Karl Heinrich v. S. war Major und Chefeiner Invaliden-Compagnie zu Schweidnitz, und starb im Jahre 1807.
— Ernst Rudolph v. S. war Oberstallmeister und Kammerherr. — Einanderer, Ernst Rudolph v. S., war Landrath und Herr auf I'rittag. Erwar kinderlos und adoptirte den Hans Ernst v. Schweinichen, der am23. Decbr. 1773 mit königl. Bewilligung den Namen v. Stentzscli an-nahm, und später ebenfalls Landrath wurde. Er hatte aber auch keineKinder, sondern nur eine Pflegetochter; an diese ist Prittag gefallen.Sie ist die Gemahlin des Generals der Infanterie v. Ilyssel. — In derGegenwart stellt ein Prem.-Lieutenant v. S. im 20. Infanterieregi-mente zu Brandenburg.
Die v- S. führen im blauen Schilde drei Speichen eines goldenenRades, und auf dem Helme eine silberne, eine blaue und eine gol-dene Straussfeder. Dieses Wappen giebt Siebmacher, II. S. 47. v. Me-ding beschreibt es, IL No. 861. M. s. auch Sinapius, 1. S. 930. II. S. 1033.
Step hau i, die Herren von.
Kaiser Leopold ertheilte im Jahre (097 dem Geh. Rath und Lehns-Secretair Daniel Stephani einen Adelsbrief. König Friedrich J. stelltedemselben unter dem 8. Sept. 1701 ein Anerkennungsdiplom aus. Einv. Stephani ist gegenwärtig Landschafts-Syndicus in Görlitz.
St er nein an n, Herr von.
König Friedrich IL adelte am 30. Deceinber 1766 den Lieutenantim Dragonerregimente y. Krockow, Christ. Adolph Sternemann.
Stiern, die Freiherren von.
Der König Friedrich II. legte im Jahre 1781 am 7. Novemberdem natürlichen Sohne des Königs Friedrich von Schweden, VirichFriedrich Stiern, die freiherrliche Würde bei. — Ein Freiherr vonStiern, bis 1806 Capitain im Regimente v. Esebeck-Dragoner, ist Ge-neralmajor a. D. und commandirte zuletzt die Cavalleriebrigade inNeisse. Er ist Ritter des Verdienstordens und des eisernen Kreuzes1. CJasse. Das Wappen der Freiherren v. Stiern zeigt im goldenenovalen Schilde einen verkürzten, nach der rechten Seite aufspringendenStier, dieses Bild wiederholt sich zwischen zwei goldenen Bülfelhör-nern auf dem Llelme. Die Decken sind schwarz und golden. .
Stilckc, Herr von.
Der König Friedrich Wilhelm IL erhob am 5. Deceinber des Jah-res 1786 den Bankdirector und Dechanten am Nikolaistift zu Magde-burg, Christian Hermann Stilcke, in den Adelstand.