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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Stempel.

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Magdeburgischen und andern Provinzen sicli ausgebreitet haben. Inl'oininern sind die Güter Schwesow, Schwenz, Morgan, Nemitz undlirust im Kreise Greifenberg, Ilenkenhagen im Kreise Freienwalde,und Wadfuk im Kreise Pyritz alte Besitzungen der v. S. In den Mar-ken gehörte ihnen Demlin, Deetz und Kl. Lackow im Kreise Soldin,im Magdeburgischen der Bittersitz Wellen. Ihre Stammreihe wirddurch Joh. v. Steinwehr erölfnet, der um das Jahr 1321 lebte. Bar-tholomiius v. Steinwehr war 13G5 Domherr zu Stettin. Hennintj v. Stein-wehr bekleidete beim Herzoge Bogislaw X. die Stelle eines Geh. Kä-thes und Kanzlers. Johann Christian Wilhelm v. S. starb am 12.Decbr. 1784 zu Magdeburg als königl. preuss. Generalmajor, Chefeines Infanterieregiments und Ritters des Ordens pour lo merite. Frwar auch Amtshauptmann zu Potsdam. Friedrich Wilhelm v. S.,Generallieutenant und Chef eines Infanterieregiments, starb im Jahre1801. Fr war Kitter des Verdienstordens (erworben 1778 bei Weiss-kircii), gehörte der neumärkschen Linie, namentlich dem Hause Deetz,an, und war der Vater des zu Berlin lebenden Generallieutenants a. D.,Kitters vieler Orden, namentlich des Verdienstordens und des eisernenKreuzes, W. L. B. v. Steinwehr, früher Director der Ober-Militair-Examinations - Commission, Ein Bruder desselben war der im Jahre182b verstorbene Oberst und Director der Potsdamer Cadettenanstalt.Ein anderer Bruder lebt als pensionirter Major in Berlin, und ein drit-ter war in lierzogl. braunschweigschen Diensten. Die Schwester istdie Aebtissin des Stiftes zum heiligen Grabe, Fräulein v. S.

,, Die eine Linie der v. Steinwehr führt in einem blauen Schildeein weisses gestiefeltes und besporntes Bein, und auf dem Helme überdrei rothen Kosen drei Straussfedern, von welchen die zur Kechtenblau, die mittelste weiss und die zur Linken gelb ist. Die Helmdeckensind blau und silbern." Elzow. Die andere Linie der v. Steinwehrführt in einem silbernen Felde zwei kreuzweise über einander hän-gende goldene Steigbügel mit rothen Kiemen, und auf dem Helme neunStraussfedern, von welchen die erste zur Rechten gelb, die andereroth, die dritte blau, die vierte gelb, die fünfte roth, die sechste blau,die siebente gelb, die achte roth und die neunte blau ist.

Stempel, die Herren von.

Ein znm osnabrückischen Adel gehöriges Geschlecht, das schonmit dem deutschen Orden in die üstl. Länder, namentlich nach Pom-mern, Preussen, Litthauen, Kurland und Liefland gekommen ist. Zuuns kam zuerst Gerhard Wilhelm v. Stempel, der Cartlow bei Schie-velbein erkaufte. Er starb den 13. Novbr. 1792. Ein anderer v. S.besass das Gut Friedrichsgnade bei Memel. Mehrere Edelleute diesesNamens standen und einige stehen noch in der preuss. Armee. ZweiBrüder v. Stempel waren 1806 Capitains im Kegimente v. Riits zuWarschau. Von ihnen starb der ältere 1822 als Oberstlieutenant undCommandeur des 2. Dataiii. 5. Landwehr - Regiments. Ein Rittmeisterv. Stempel, Ritter des eisernen Kreuzes u, s. w, steht im 5. Kiiras-sierregimente. In Pommern besitzt ein v. Stempel das Gut Crampebei Schlawe. Auch Zirchow in dieser Gegend ist ein v. Stempel-sches Gut.

Diese Familie führt im silbernen Schilde eine rothe Stempelpresse,und auf dem llelme zwei weisse, mit dem Wappenbilde belegte Ad-lerflügel. M. s. J. E. Neimbsch genealog. Tabelle der v. Stempel, 1771.Siebmacher giebt das Wappen, 1. Th. S. 188.