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4 (1842) P - Z
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Somnitz.

Bich auch auf dem Helme zwischen zwei Büffelhörnern wiederholt.M. s. auch Sinapius, I. S. 918. II. S. 1018. Gaulie, I. S. 1782. Lu-cae, schlesische Merkw. S. 1831.

Somnitz, die Herren von.

Ein altes vornehmes, noch heute blühendes und in einer Liniereich begütertes Geschlecht in Hinterpommern, wo es so wie im Fiir-stenthume Camin das Erbkämmereramt besass. Die Stammreihe die-ses berühmten Geschlechts beginnt mit Lorenz v. Somnitz, der umdas Jahr 1.330 einer der Käthe des Herzogs Barnim XI. war. SeinBruder, Peter v. S., war um dieselbe Zeit Hauptmann zu Cöslin undBublitz. Bot/islav v. S. bekleidete um das Jahr 1(3,30 die Würdeeines kurbrandenburgischen Geheimenraths und Gesandten an verschie-denen Hofen. Zu hohem Ruhme ist die Familie gelangt durchLorenz Christoph v. S., geb. am 30. Septbr. 1(312. Er war zuerstBurgrichter und Hauptmann zu INeustettin, wurde sodann am 10. Ja-nuar 1654 vom grossen Kurfürsten zum wirklichen Geheimen Rathernannt, 1655 mit dem Krbkämmereramte von Hinterpommern und Ca-min belehnt, und 1656 zum Kanzler von Hinterpommern ernannt;auch mit der Oberhauptmannschaft zu Lauenburg und Biitow beklei-det. Ebenso gab ihm der König von Polen das Indigenat in seinemKönigreiche. Endlich wurde er 1675 Dompropst zu Colberg. In sei-ner diplomatischen Laufbahn hat er sich grosse und wesentliche Ver-dienste um das brandenburgische Haus erworben, namentlich durchseinen Antheil an dem Friedensschlüsse zu Bremberg, durch den Ab-schluss des Bündnisses mit dem Könige von Ungarn und Rohmen,nachmaligem Kaiser Leopold; auch schloss er im Jahre 1660 denFrieden zu Oliva und 1674 die Bundestractaten mit dem deutschenKaiser, Spanien und Holland wider Frankreich. Im Jahre 1676 begaber sich als Prinzipalgesandter auf den Friedenscongress nach Nimwe-gen, wo er am 16. Febr. 1678 sein ruhmvolles Leben bescliloss.Die Hauptgüter der v. S. liegen im Lauenburgischen. Hier sind Char-brow, Massow, Roschütz, Komsow, Nietzig, Lobens, Wiintschin, imKreise Stolpe Beuersdorf, Schönwalde u. s. w., im FiirstenthumeCamin aber Drenow alte Besitzungen dieses Hauses. Die Charbro-wer Güter sind gegenwärtig im Besitze des Johanniterritters v. S.- Im Jahre 1806 war Franz Christoph v. S., königl. polnischer Oberst-lieutenant, Herr auf Bebberow, im Besitze der Erbkämmererwürdevon Hinterpommern, die gegenwärtig als ein eröffnetes Erbamt imHof- und Staatshandbuche für das Jahr 1836 bezeichnet ist.

Die v. Somnitz führen im blauen Felde einen silbernen, mit denbeiden Spitzen nach unten gekehrten, halben Mond, durch welchenein goldener, mit der Spitze nach oben gerichteter Pfeil geht, zu des-sen jeder Seite über dem Monde ein sechseckigter goldener Sternsteht. Ueber dem Helme und einer goldenen Krone befinden sichzwei Straussfedern, von welchen die zur Rechten Gold, und die zurLinken blau ist. Zwischen diesen beiden Federn steht der Erbkämme-rerscldüssel, in dessen Barte ein rother Greif ist. Dieser Schlüsselist seit 1655, nachdem der Kanzler und Staatsminister Lorenz Chri-stoph v. Somnitz mit der Erbkämmererwürde von Ilinterpommern unddem Fiirstenthume Camin belehnt worden, zu dem Wappen hinzu-gekommen. Die Helmdecken sind blau und silbern.

Aninerk. Durch einen Fehler des Abschreibers sind die Be-sitzungen der v. Somnitz im 2. Bande S. 61 ausgelassen und durchdie hier gemachten Angaben zu ergänzen.