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Simulin.
joratssitze Perbohnen durch Karoline, Baronesse v. Vietinghoff-Scheel,geb. 1780, gest. 1817, Vater mehrerer Söhne geworden, die im rus-sischen Militair- wie Civildienste ihre Bestimmung gefunden.
Der Stifter der dritten Linie, Alexander Christoph, geb. 1765, gest.1832, kais. russischer Collegien-Assessor und Legations - Secretair anden Höfen von London und l'aris, Maltheserritter, hatte mit Charlotte,Baronesse von der Osten-Sacken, geb. 17t)8, nur einen Sohn, Alexan-der Heinrich, geb. 1800, königlich prenss. Kämmerer, Ritter des St.Johanniterordens, Erbe des väterlichen Gutes Gross - Dsehlen, demLouise, Freiin von Wettberg, einen Stammhalter, Leopold Alexander,geboren hat, 0
IL Johann Matthias, Baron Simolin, geb. zu Abo 1720, begannseine glänzende Laufbahn in der Kanzellei des damaligen Kanzlers desrussischen Reichs, des Grafen Ostermann, und ward l'riili mit den eh-renvollsten Missionen nach Kopenhagen, Stockholm und Regensburgbeehrt. 1771 leitete er unter RomanzoH die Friedensunterhandlungenmit der Pforte; 1779 erschien er als ausserordentlicher Gesandter inEngland, und 1786 stieg er bis zum Ambassadeur am französischenIlofe, an welchem er sich durch sein edles Betragen das ehrenvolleAndenken der unglücklichen Bourbons sicherte. Kr stellte nämlich anMarie Antoinette und ihre königliche Familie unter dem Namen einerBaronin von Korff den 5. Juni 1791 einen Pass aus, und erzwang hierzukraft der Stellung seiner Person , die Unterschrift des Grafen Mont-morin. Die begünstigte Flucht scheiterte wie bekannt zu Varennes,und der Botschafter Russlands musste in Folge dessen Paris verlas-sen. — Zum Präsidenten des Reichs-Justizcollegium in St. Peters-burg ernannt, starb er als wirklicher Geheimer Rath und Grosskruuzdes St. Alexander-Newsky in Brillanten, des St. AVladimir, des Bath-orn! Dannebrogordens, auf seiner Reise ins Vaterland, unvermählt zuAVien den 13, Sept. 1798-
Das Stammwappen ist ein ans AVolken nach der rechten Seite hinvorragender rother Arm, in der Hand eine Tulipane haltend, im sil-bernen Felde. Das freiherrliche dagegen ist viermal getheilt; im obernrechten und unteren linken Felde ein Adlerkopf, von der Linken zurRechten gekehrt, mit ausgestreckter rother Zunge und einer goldenenKrone verziert, als das Schildzeichen der Familie Rothkirch (wegenVermählung mit einer Edlen aus diesem Geschlechte, das von den lon-gobardischen Königen abstammt); im oberen linken und unteren rech-ten Felde ein aus AVolken nach der rechten Seite hin vorragender Arm,roth gekleidet mit weissen Aufschlägen , in der Hand eine gelbe Tu-lipane haltend; auf dem Schilde ruhen über einer Freiherrenkronezwei gegen einander gekehrte gekrönte Turnierhelme; den rechten ziertein schwarzer goldgekrönter Adler mit ausgebreiteten Flügeln und aus-gestreckter rother Zunge, links gewandt; über dem linken wiederholtsich der rothe Arm mit der gelben Tulipane. Die Helmdecke ist rechtssohwarz und golden, links roth und silbern, Das Schild wird von ei-nem Adler und einem Löwen, beide nach auswärts gekehrt, in natür-licher Farbe, gehalten,
M, s. auch Daniel von Cornides handschriftliche Mittheihingen überdes Geschlechtes Ursprung aus Bosnien, llupels Nord, Mis. 3. u. 4. St,pag, 30. Neue Nord. Mis. 13. u. 14. St, pag. 373. Brigadier von Lie-ven A r erzeichniss des kurländischen Adels, p. 70, Hammers Geschichtedes osman. Reichs, Bd. 8. pag. 397. Gazette nationale ou le Moniteuruniversel, 25. Juin 1791. No. 1791. Mcmoires du Comte de Segur Tom.Hl. p. 381. 406. u, 491. Dohms Denkwürdigkeiten meiner Zeit, Bd. 2.pag. 130. Original - Attestat des Malthesercapitel zu St. Petersburg,