Simolin.
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August. Die v. S. führen im schwarzen Schilde einen goldenen Greif.Dieses Bild wiederholt sich verkürzt auf dem Helme. Gauhe, Adels-lex. I. S. 2333 — 34. Uellbachs Adelslex. II. S. 480 —Sl.
Simolin, die Freiherren von.
Dieses uraltadelige Geschlecht, dessen Name nach Zeit, Ort undMundart mancher Veränderung unterworfen gewesen, soll sarazenischenUrsprunges sein, wie denn auch sein Stammwappen, die Tulpe, syno-nym mit Turban, zur Genüge auf den Orient weist. Aus Bosnien, woes im 10. Jahrhunderte sein eigentliches Vaterland fand, und unterden serbischen Fürsten zu Wohlstand und Ansehn gedieh, siedelte essich 1463, der Herrschaft des halben Mondes weichend, in dem Landeder Magyaren an. Hier um die Mitte des 17. Jahrhunderts dem Kr-itischen nahe, wanderte es mit dem letzten Sprösslinge, Matthias Karl,1679 nach Schweden, und pflanzte dort mit der Annahme des prote-stantischen Glanbens, den neuen Namen in die neue Heimath. — DesOtlogare Enkel, Johann Matthias, schwedischer Propst, geboren zuWas'a 1690, zeugte mit Katharina von Rothkirch, aus dem Hause Näsin Ostgothland, zwei Söhne: Karl Gustav, den nächsten Stammvateraller jetzt lebenden Glieder dieses Geschlechts in Kurland und Preus-sen, und Johann Matthias, den in der neuern Geschichte Europasrühmlichst bekannt gewordenen russischen Diplomaten.
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I. Karl Gustav, geboren zu Abo 1715, gestorben zu Spaa 1777,brachte es im russischen Dienste bis zum wirklichen Staatsrathe, Mi-nisterresident an dem Hofe des Herzogs von Kurland, Grosskreuz desSt. Annen-, des St. Wladimir- 2. Classe, des weissen Adler- und St.Stanislausordens, und ward Erbherr der Güter Weitenfeld, Stirnen,Perbohnen, Urseln, Gross-Dselden in Kurland, Herr auf Falkenau,Saren- und Tellerhof in Liefland. Indessen ehrten auch fremde Für-sten und Nationen die Verdienste des ausgezeichneten BTÜderpaars:der Kaiser Franz I. verlieh ihnen d. d. Wien den 19. Juni 1754 alleRechte, Freiheiten und Vorzüge des heiligen römischen Reichsadels;die Republik Polen zählte durch eine besondere Verordnung vom 5.Mai 1768 den Namen der Simolin den der übrigen Bürger des freienStaates bei; der König Stanislaus August erhob sie d.d. Warschau den10. Mai 1776 zu Baronen des polnischen Reichs, und die Ritterschaftvon Liefland und Curland nahm sie 1768 und 1786 in den Schooss ih-rer Mitbrüderschaft auf. Karl Gustav, Baron Simolin, hinterliess von sei-ner Gemahlin, Anna Dorothea v. Korlf, geb. 1735, gest. 1776, Hof-fräulein der Kaiserin Elisabetli von Russland, drei Töchter, welche indie Familien von Gantzkow, Vietingkotf und Bolschwing heiratheten,und drei Söhne, welche die drei Linien von Jahteln, Perbohnen undGross-Dselden bildeten.
Von dem Stifter der ersten Linie, Karl Nikolas, geb. 1756, gest. 1796,vermählt mit Eleonore Sibylle von Trotta-Treyden, geb. 1755, gest.1797, Hoffräulein der Herzogin Benigna von Kurland, lebt gegenwär-tig der älteste Sohn, Otto Nikolas, geb. 1782, als Friedensrichter zuTuskau, und hat mit einer von Rahden seine Linie erhalten; derjüngste, Alexander Alexius, geb. 1788, hat sich nach Preussen gewandt,und steht heut zu 1 age als Oberst und Chef eines Husarenregimentszu Düsseldorf am Rhein.
Der Stifter der zweiten Linie, Gustav Johann , geb. 1759, gest.1797, zeugte mit Katharina Charlotte von Trotta-Treyden, geb. 1760,gest. 1795, einen Sohn, Magnus Georg , geb. 1780, der auf dem Ma-