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4 (1842) P - Z
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Sigbcrg.

inen in Macht und Ansehen gestanden. Johann v. F.-S. half imJalue 15*29 Wien vor den Türken beschützen. Johann Engelbert Al-bert, Reichsfreiherr v. F.-S., war kurkölnischer Geheimer Rath, Staats-minister und Gesandter am kaiserl. Wahltage zu Frankfurt. WolfSigismund Theodor v. F. - S. hatte fünf Söhne. Von ihnen war I'elerJnscjih Bischof zu Antwerpen und Administrator der päpstlichen Nun-ciatur, Franz Kaspar Sull'ragan des Erzbischofs zu Cölu (gestorben1763), einer Kriegsrath und Präsident zu Cöln, und einer Kanzderzu Hildesheim. Die beiden Letztern waren die Stifter der cölnischenund der hildesheimischen Linie. Von den vier Söhnen des Kanzlersvon Hildesheim, von denen einer Bischof zu Samy, der zweite Dom-herr zu Breslau, der dritte, Franz Andreas, kurcölnischer Krbthiirhii-ter und preuss. Oberconsistorialrath, Herr auf Koppitz u. s. w., dervierte Kanzler zu Hildesheim war, bildeten sich die beiden Linien, dieschlesische und die braunschweigsohe, von denen die erste die ältereist. Heinrich Kaspar , Reichsfreiherr v. F. - S , kurcölnischer Erbthiir-liiiter, Herr auf Koppitz u. s. w. in Schlesien, wurde 1786 in den Gra-fenstand erhoben. Er war mit Karoline, Grälin Praschma, vermählt.Sein Sohn, der Graf Friedrich Wilhelm v. F.-S., geb. den 10. Mai1779, Erbherr auf Koppitz bei Neisse, und dessen Kinder bilden diegegenwärtigen Mitglieder der grällichen Linie. Der Graf FriedrichWilhelm ist mit Mathilde Adelheid Anna, Freiin v. Gilgenheimb, ver-mählt, und hat zwei Söhne und eine Tochter.

Das gräfliche Haus Franken-Sierstorpif führt ein quadrirtes Haupt-schild und zwei Herzschilder,

Das Ute und 4te Feld ist blau, wird in der Mitte von einem gol-denen Balken durchzogen, und zeigt im untern Tlieile drei goldeneHügel, im obern Tlieile aber eine Freiherrnkrone, Die Felder 2 und3 sind rotli und von einem silbernen Schrägbalken durchzogen, dermit drei doppelten Lorbeerzweigen, deren Stiele über einander lie-gen , belegt ist. Das obere Herzschild enthält einen schwarzen Adlerim goldenen Felde unter einer neunperligen Krone ; das untere llerz-schildlein ist in Silber und Schwarz quer getheilt. In dem obern sil-bernen Tlieile liegt ein Lorbeerzweig. Das Hauptschild ist wieder miteiner neunperligen Krone bedeckt, die vier gekrönte Helme trägt. Aufdem Igten stellt der preuss. Adler, auf dem 2ten zwischen einem sil-hernen und einem blauen Bliffelhorne ein verkürzter, die Krone hal-tender blauer Löwe, auf dem 3ten sind zwei über einander gelegtegrüne Zweige, und auf dem 4ten ist ein rother Adlerflügel angebracht,auf weichein der silberne Balken mit den grünen Zweigen liegt. ZuSchildhaltern sind zwei gekrönte Löwen gewählt, und das Ganze istmit einem Hermelinmantel umgeben.

Sigbcrg, die Freiherren und Herren von.

Auch Siberg, Syberg und Sieberg geschrieben. Eine altaileligaFamilie, welche in neuem Zeiten die Freilierrnwiirde erlangt hat, unddie ursprünglich westphälisch und rheinländisch war. Ihr Stammhausscheint das Städtchen gleiches Namens im Ilerzogthume Berg zu sein.Kaspar von Sigberg war 1560 Deutsch - Ordensritter und Comthurzu Marienburg in Preussen, und hatte im Kriege mit Russland dasUnglück , gefangen, und auf Befehl des grausamen Czaar Iwan durchdie Strassen geschleift und enthauptet zu werden. Freiherr Frie-drich Gollwardt v. S., königl. preuss. Kammerherr, Generalmajor,Oberstallmeister, Ritter des St. Johanniterordens und Inhaber desschwarzen Adlerordens, Comthur zu Wietersheim, starb 1729 am 28.