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4 (1842) P - Z
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Sierakowski — Sierstorpff.

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wurde den Brüdern Georg und Gindrzich ein Theil von Milatschiitzverliehen — Albrecht von Siegroth und Schlawickau starb im Jalire1612 als herzogl. miinsterberg-ölsischer Rath und Landeshauptmann. —Chrislinn v. S. und Schlawickau war am Anfange des vorigen Jahrhun-derts Reisehofmeister und Minister des Herzogs von Würtemberg- Oelsund Bernstadt. — Die v. S. zerfielen in Schlesien in die Häuser Mie-latschütz, Galbitz, Deutschen, Prietzen, Netsche, Gruttenberg u.s.w.Audi sind Schiitzendorf, Schmoltschütz, Miihlwitz u.s.w. im Oelsi-schen, Langendorf, Gusitz u. s. w. alte Besitzungen der v. S. — Inder Armee haben verschiedene Edelleute aus diesem Hause gedient.Karl Heinrich v. S., Oberst, war im Jahre 1814 ad interim Comman-daut von Schweidnitz. Er stand früher in dem Regimente v. Alvens-leben in Glaz, und war zuletzt Commandeur des 9. Garnisonbataillon.Kr starb im Jahre 1824 zu Reichenbach im Pensionsstande. Die v. S.führen im goldenen Schilde und auf dem Helme einen blauen Fussmit schwarzem Fliigel. Die Helmdecken sind schwarz und golden.Siebmacher, I. S. 71.

Sicrakowski, die Grafen und Herren von.

Aus diesem alten vornehmen polnischen Geschlechte, welches an-sehnliche Güter in Westpreussen und Posen besitzt, erhielt ein Zweigam 13. Juni 1776 ein Anerkennungsdiplom seiner grüii. Würde. An-Um, Graf Sierakowski, Herr auf Gr. Waplitz im Kreise Stuhm, wurde1816 preuss. Kammerherr. — Joseph, Graf Sierakowski, ist Land-schaftsrath und Herr auf Otuss in der Provinz Posen. — Ein Oberstl.a. D. von Sierakowski starb 1819, er hatte vormals im Regimente To-warzys gestanden. Ein anderer Oberstl. v. Sierakowski war bis 1820Kreisbrigadier bei der Gensdarmerie, er hatte früher in der ostpreus-sischen Füsilierbrigade gedient. Gegenwärtig steht im 1.. Kürassierre-gimente der Rittmeister und Ritter des eisernen Kreuzes v. Siera-kowski ; er ist mit einer Freiin v. Zedlitz vermählt. Dieses alte vor-nehme Geschlecht führt im rothen Schilde einen goldenen halben Ringmit einem schwebenden schwarzen Pfeil. Auf der Krone wachsen zweiden goldenen Ring haltende Hände. Zwei Leiwen halten das Schild.Das Wappen des gräil, Hauses ist mit einem Hermelinmantei umgeben.

Sierstorpff (Sicrstorf), die Grafen und Frei-herren von.

Aus dem alten freiherrlichen Geschlechte v. Sierstorpff ist der her-zog!. braunschweigsche Kammerherr und Oberjägermeister Freih. v. S.,dem der im Regierungsbezirke Minden liegende freundliche Kurort Dry-burg gehört, der von dem genannten Freiherrn im Jahre 1782 ge-gründet worden ist. Ausserdem ist der Oberjägermeister Freiherr v. S.durch seine ritterlichen Tugenden, seinen Biedersinn und seineGastfreundschaft, auch als Kenner und Beschützer der Künste unddurch eine prachtvolle Gemäldesammlung bekannt. Er war mit einerv. Vincke, der Schwester des Oberpräsidenten v. Vincke, vermählt.So viel uns bekannt ist, lebt aus dieser Ehe nur ein Sohn. EineTochter ist die Gemahlin des Grafen Heinrich v. Itzenplitz auf Barsch-kewitz. — In Schlesien blüht das grälliche Haus Sierstorpff, auchFranken - Sierstorpif genannt. Es stammt aus dem KurfürstenthumeCöln, wo es wichtige Aemter seit Jahrhunderten bekleidete. Ursprüng-lich hat es Siegersdorf geheissen, und. in Steiermark unter diesem Na-