Schwerin.
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Heirath und Pfandschaft im Jahre 1637 an die Grafen v. Steinhock,und 1715 kaufte König Friedlich I. diese Güter. Kr belieh den Oberst-lieutenant Friedrich Wilhelm v. Lossow damit, nach dessen Tode aberwurden sie den Krondoinainen angereiht. Das erwähnte Cummerowwurde im Jahre 1733 vom Könige Friedrich Wilhelm I. bei einem Be-suche, den er seinem Feldmarschall Grafen v. S. machte, welcher dashiesige schöne Schloss erbaut hatte, in Scliwerinsburg umgetauft. Aus-ser den schon genannten sind Augerose, Boldekow, Bussow, !)fäche-rn« , Neuendorf, Ducherow, Demnitz, Lowitz, Strettensee, Wittstock,Wussecken (Geburtsort des Feldmarschalls Grafen v. S.) u. s. w. imKreise Auclam alte Besitzungen der v. S. — Gegenwärtig sind na-mentlich in Pommern noch in den Händen der Familie folgende Gü-ter: Putzor, Boldekow, Glien, Schwerinsburg, Wussecken, Löwitz,Zinzow, Rabenow, Cavelpass, Sarnow, Bussow, Sacherow, Louisen-hof, Rehberg, Janow, Langkron, Neuenkirch, Cnrtsliagcn, Neuen-dorf, Spantikow, Dennin, Rebelow, Drevelow, Japrenzin, Strippow imKreise Anklam u. s. w. Zur höchsten militairischen Würde in derpreuss. Armee gelangte Card Christoph, Graf v. S., aus dem HauseWussecken. Kr war am 26. Octbr. 1684 geboren, und war einer dertapfersten und erfahrensten Heerführer in dem preuss. Heere. Wiebekannt, starb er den Heldentod fürs Vaterland in der Schlacht beiPias am 6. Mai 1757 als Generalfeldmarschall, Ritter des schwarzenAdlerordens u. s. w., von einem Kartätschenschusse getroffen, nach-dem er einige Minuten vorher einem Fahnenjunker die Fahne aus derHand genommen und an der Spitze der Bataillone vordrang. ■—- Vonder brandenburgischen und mecklenburgischen Linie sind uns von ge-ehrter Hand nähere Nachrichten zugekommen, die wir jedoch wörtlichin dem genealogischen Taschenbuche der deutschen gräflichen Häuserauf das Jahr 1837 S. 430 u. f. schon abgedruckt gefunden haben. —Der oben erwähnte erste Reichsfreiherr Otto v. S. erwarb im Jahre1654 durch Kauf die Herrschaft Alt-Landsberg, später die Stadt Für-stenwerder und die Güter Wolfshagen nebst Zubehör in der Ucker-mark. Nach dem Tode seines Bruders iielen ihm auch die Güter Zu-eilen, Lassehnen, Lassan zu. Nach seiner zweiten Gemahlin, HeleneDorothea, geb. v. Kreytzen, Tode wurde er Herr der wildenhofer Gü-ter in Ostpreussen. Seine erste Gemahlin war Elisabeth Sophie vonSchlabrendorff. Der älteste Sohn aus der ersten Khe, der erste Reichs-graf v. S., war Geheimer Staaterath, Krbkämmerer der Kur- und MarkBrandenburg, Dompropst zu Brandenburg, Ritter des schwarzen Ad-lerordens und Herr der väterlichen Güter und Herrschaften. Mit sei-ner Gemahlin, Inngardt Marie, Freiin v. Quadt zu Wickradt, erwarber die Herrlichkeit Nothhausen. Aus dieser Ehe war Otto, Reichsgrafv. S., Statthalter zu Berlin, der Wolfshagen, Fiirstenwerder, Hilde-brandshagen u. s. w. besass, und das Schloss zu Wolfshagen erbaute.Er starb ain 2. Januar 1755. Er war zweimal vermählt, zuerst mitElisabeth, Reichsburggräfln zu Dohna, und nachmals mit CharlotteAmalie Eleonore, Gräiin v. Dönhoff. Ein Enkel desselben war Crie-ihielt Karl Heinrich, Reichsgraf v. S., der am 20. Mai 1S05 als Prä-sident der königl. preuss. Kriegs- und Domainenkammer zu Aurichstarb. Sein Bruder, Wilhelm Otto, Reichsgraf v. S., starb den Hel-dentod am 18. Juni 1815 bei Belle Alliance. Kr war Oberst und Bri-gade - Commandern-, und das eiserne Kreuz 1. Classe und viele an-dere wohlverdiente Orden schmückten schon seine Brust. Der jüngsteder sieben Enkel des Statthalters Reichsgrafen Otto v. S. und das "ge-genwärtige Haupt der reichsgräflichen Linie in der Mark Brandenburgund Mecklenburg ist Johann Christoph Hermann, Reichsgraf v. Schwe-rin, zeitiger Besitzer des Stammhauses Wolfshagen, geb. den 18. Juni