Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
206
Einzelbild herunterladen
 

206

Scott —■ Seckendorf.

1776; er diente im königl. prenss. Regimente Herzog Braunschweig-Oels , später als Compagniechef im Leib - Infanterieregimente, nach-mals als Adjutant bei dem General Horn, qnittirte als Commandenrdes 2. westpreuss. Grenadierbataillons. Nach dem am 26. August 1827erfolgten Tode seines letzten Bruders, Ludivig Otto Alexander , ist erErbherr der väterlichen Gesammtbegiiterung in der Mark und in Meck-lenburg, und er vermählte sich am 4. Juni 1816 mit seiner Schwester-tochter, Rosalie Ulrike, Reichsgrälin v. Dönhoff-Dönhoifstädt, geb.den 3. Octbr. 1789, Frau der Tamselschen Güter in der Neumark.Aus dieser Ehe leben vier Söhne und eine Tochter.

Das ursprüngliche Wappen der v. Schwerin besteht in einem sil-bernen Felde, in dessen Mitte sich eine rothe Wecke oder Raute,und auf dem Helme drei Straussfedern belinden, deren äussere silbernund mit der Wecke belegt, die mittelste roth sind.

Die Reichsgrafen v. S. führen ein in die Quere getheiltes Schild.Die obere Hälfte ist in Silber und Blau gespalten. In dem silbernenTlieile steht die rothe Wecke, in dem blauen ein grüner Zweig mitdrei goldenen Aepfeln. In der untern wieder silbernen Hälfte ist einnach der rechten Seite galoppirendes schwarzes Ross ohne Zeug vorge-stellt. In der Mitte des Schildes liegt ein kleines rothes Ilerzschihl,mit dem das Erbkämmereramt andeutenden goldenen Schlüssel. Diedrei Helme sind mit dem Reichsadler, den oben beschriebenen Strauss-federn und einem rothen Adler, der den Zweig im Schnabel hält, be-setzt. Dieses gräff. Wappen bestätigte Kais. Leopold I. am 11. Sept. 1700.

Die übrigen Grafen v. S. führen bloss die rothe Wecke im silber-nen Schilde. Was den Helmschmuck betrifft, so ist bei ihnen auchdie schwarze Straussfeder auch mit einer silbernen Wecke belegt. Dieältere Linie hat auf dem ersten Heline einen prefiss. Adler, und aufdem dritten einen Feldherrn mit dem Cominandostabe in der Rechtenund den schwarzen Adler auf der Brust. Die jüngern Linien habenauf den äussern Helmen gekrönte schwarze Adlerhälse. M. s. auchMicräl. Pommerl., I. S. 528. Gaulie, I. S. 1672 — 75. II. S. 1072—75.Schwarz, Diss. de principib. vet. et Baron. Pommer, p. 42. Vanselo,Heldenregister 440. Genealog. Taschenbuch der deutschen grällichenHäuser auf das Jahr 1837. S. 430 u. f.

Scott, Herr von.

Franz Eduard v. Scott war vom Jahre 1788 bis zum Jahre 1803Commandant der Festung Spandau.

Seckendorf, die Grafen und Freiherren von.

Aus diesem uralten vornehmen, seit dem Jahre 1004 turnierfähi-gen fränkischen Hause, welches in sieben Linien blühte, war derllauptast, die Aberdarische Linie, im Jahre 1706 (5. Sept.) in denReichsfreiherrnstand und 1719 (2. April) in den Reichsgrafenstand er-hoben worden. Eine Linie hat auch die preussische Grafenwürde er-halten. — Veit Ludwig v. Seckendorf auf Ober-Zeun und Meuselwitz,als Staatsmann wie als Gelehrter berühmt, starb 1692 als kurbranden-burgscher Geh. Rath und Kanzler der Universität Halle. — FriedrichHeinrich v. Seckendorf, Gesandter am anspachschen Hofe, wurde 1730wirklicher Geh. Staatsrath. — In der Gegenwart ist ein Freiherr v.Seckendorf Vicepräsident der Regierung zu Liegnitz. — Theodor FranzChristian, Graf v. Seckendorf, ist Kammerherr, Legationsrath und Le-gationssecretair in London.