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Scliwenkfeld — Schwerin.
Scliwenkfeld, die Herren von.
Eine ausgestorbene adelige Familie in Schlesien, welcher der be-kannte Schwänner und Scktirer Kaspar v. Scliwenkfeld auf Ossig an-gehörte, der zu UUn am 10. Decbr. 16Iii starb.
Die v. S. führten im rothen Schilde drei goldene, mit den Grillenin der Mitte des Schildes zusammenkommende Grabeisen, und aufdem Helme das Brustbild eines roth gekleideten bärtigen Mannes, dereine rothe Tartarenmütze mit einem silbernen Aufschlage und einergoldenen Feder besteckt, auf dem Haupte hat. Die Helmdecken sindgolden und roth. M. s. Siebmacher, I. S. 60. Sinapius, 1. S. 861.II. S. 988.
Schwerin, die Grafen und Herren von.
Zu dem uralten und vornehmsten Adel in Bommern gehören dieGrafen und Herren von Schwerin, dessen berühmter alter Name vonNeuem durch den bei Prag gefallenen Helden ein Lobspruch gewordenist. Schwerin, oder nach der altwendischen Aussprache Ctzwerin,bedeutet auf deutsch das Wort: „Baute", das Bild des Familienwap-pens dieses Geschlechts. Der erste aus demselben, der in Pommernvorkommt, war Henning v. Ctzwerin, wie man vemiuthet, aus demHause der v. Grote Luneborg. Er starb im Jahre 1160 und besassdie Güter Spantickow und Altwigshagen. Seine Nachkommen habensich ausser in Pommern, auch in der Mark Brandenburg, in Mecklen-burg, in Polen, Preussen und Schweden verbreitet. Noch gegenwär-tig in vielen Häusern bestehend, war es doch im 17. Jahrhunderte nochweit zahlreicher au Mitgliedern, wo 24 verschiedene Linien blühten.Die reichsfreiherrliche Würde brachte Otto v. S., der Stifter der mär-kischen oder brandenburgischen und mecklenburgischen Linie, eben sodas Erbkämmereramt in der Mark Brandenburg im Jahre 1648 an seinIlaus. Sein Sohn, ebenfalls Otto mit Vornamen, erwarb am 11. Sept.1700 die reichsgräfliche Würde, welche von brandenburgischer Seitenoch in demselben Jahre anerkannt wurde, wie es schon zu seiner Zeitbei der Erhebung in den Reichsfreiherrnstand, und zwar mittelst Di-plom vom 3. Octbr. 1654, der Fall gewesen war. Von der in Pom-mern zurückgebliebenen Linie wurde Philipp llogislav v. S. auf Wo-persnow von Karl XII., König von Schweden, in den Freiherrnstanderhoben. Endlich erhob der König Friedrich II. die Brüder KtirdChristoph und Hans Htfgjshw v. S. durch Diplom vom 31. Juli 1740, undabermals am 27. Febr. 1762 einen Zweig der Familie in den Grafen-stand. Nachmals wurde vom König Friedrich Wilhelm II. am 2. Ja-nuar 1787 ein Mitglied dieses Hauses in den Grafenstand erhoben.Seit langen Jahrhunderten waren die y . S. zu Putzar und Spantickowschon Schlossgcsessene in Pommern; eben so besassen sie auch seit1357 das Erbküchenmeisteramt im Fiirstenthume Wolgast. Von denersten Besitztümern des alten und vornehmen Hauses ist namentlichSpantickow und Oldeshagen (Altwigshagen), beide einst feste Schlös-ser , anzuführen. Ersteres war noch im dreissigjährigen Kriege einenicht unwichtige Festung, und der grosse Kurfürst liess erst im Jahre1677 das Hauptgebäude sprengen, letzteres verfiel aber schon am Endedes 15. Jahrhunderts. Die bedeutenden Güter, die sie nach und nacherwarben, lagen zwischen der Peene, Tollensee und Randau. NebenPutzar erscheint Cummerow, das heutige Schwerinsburg, unter denalten Stammhäusern der v. S. Die Herrschaft Spantickow kam durch