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Schönaich.
und in spätern Zeiten in den Diensten des Hauses Ilabsburg. — I mJahre 154t) war ein anderer Caspar v. S. herzoglich mecklenburgischerKanzler. — Fabian v. N. war ein erfahrner Kriegsheld; er nahm inder Schlacht bei Miihlberg den Herzog Krnst von Ilaiern gefangen, undman bewahrt noch in der Rüstkammer zu Carolath das mit Silber be-schlagene Schwert, welches er dem Herzoge Krnst abgenommen hat.Kr hatte auch bedeutenden Grundbesitz erworben, namentlich dieHerrschaft Muskau in der Oberlausitz, das Städtchen Polkwitz, dieHerrschaft Carolath und Reuthen, die Güter Wittgendorf und Herzogs-walde; auch war er l'fandherr der Herrschaften Parchwitz, Freystadtund Sprottau. Kr starb am 23. Septbr. 1591 zu Beuthen. — Georg,Freiherr v. S., starb 1019 als Kanzler des Königreichs Böhmen. Krist der Stifter des Majorats Beuthen. — Ihm folgte im Besitze des-selben Hans Freiherr v. S., ein Mann, der von seinen Zeitgenossenals ein sehr gelehrter Herr geschildert wird. — Ein Sohn dieses Letz-tern , Hans Georg v. S., wurde am 5. Febr. 1700 in den Reichsgra-i'enstand, und das Majorat zu einer freien Standesherrschaft erhoben.-— Die Hauptlinie der Grafen v. S., namentlich Hans Karl, der alskönigl. preuss. wirklicher Geheimer Staats- und Kriegsminister undRitter des schwarzen Adlerordens 1703 starb, wurde nach dem Rechteder Erstgeburt des jedesmaligen Standesherrn in den preuss. Fiirsten-stand erhoben, diese Würde aber in der Folge bei seinem Sohne,Karl Friedrich, auf die ganze Nachkommenschaft ausgedehnt (in. s. denArt. Carolath). — Früher blühte das Haus Schönaich in drei Linienin Schlesien und in zwei Linien in Preussen. Die grälliche Linie inSchlesien erlosch im Mannesstamme im Mai des Jahres 1832 mit Ollo,Grafen v. S., Herrn auf Gall'ron und Riegersdorf. Der freiherrlichenLinie in Schlesien gehörten an:
Georg Wilhelm Gottlob, Reichsfreiherr v. S., königl. preuss. Ge-neralmajor und Chef eines Kürassierregiments, Krbherr auf Müllen-dorf und Schlaupitz bei Reichenbach. Kr war mit Anna Maria, geb.Gräfin v. Castell, vermählt. Mit seinem Sohne Karl, Freiherrn v. S.,königl. preuss. Major v d. A. und Director der Ritterakadernie zuLiegnitz, ist dieser freiherrliche Ast in Schlesien erloschen, und seineGüter gelangten an das gräfliche Haus Schönaich zu Gall'ron. Vonder preuss. Linie war Christoph Albrccht v. S. kurbrandenburgischerOberst, Gouverneur zu Herford und Amtshauptmann zu Osterode. —Kin Halser v. S. war schon im Jahre 1590 des Kurfürsten Joh. GeorgHauptmann der adligen Leibgarde. — Das im Mannsstamme erloschenegräfliche Haus S. C. besteht jetzt aus den Schwestern und der Mutterdes im Mai 1832 verstorbenen Grafen Otto, Herrn auf Gall'ron undRiegersdorf, Arntitz, Müllendorf u. s, w. in Schlesien, namentlich:
1) Amalia, geb. den 24, April 1790, vermählt an den königl. preuss.
Landrath v. Skopp.
2) Adelheid , geb. den 19. Mai 1802.
3) Stella, geb. den 2. Mai 1S0S.
Mutter:
Henriette, geb. Gräfin Dohna-Kotzenan, geb. den 17. Novbr. 1707,AVittwe des Grafen Alexander seit dem 6. Decbr. 1829.
Das grällich v. S'.sche Wappen ist quadrirt und mit einem golde-nen Herzschilde versehen. Letzteres enthält den oben erwähnten grü-nen Kichenkranz mit rothen Bändern, welche bedeuten, dass er beblu-tet war. Im lsten und 4ten goldenen Felde des Hauptschildes ist eingekrönter schwarzer Adler, im 2ten und 3ten rothen Felde aber einLöwe, der in der rechten Pranke ein blankes Schwert hält, dargestellt.Der Helme sind drei. Der mittelste trägt den Kichenkranz, der lste