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Schlemmer — Schlicht.
verbreitet. Mehrere Mitglieder dieser Familie sind zu höhern Würdenim Civil- und Militairdienste gelangt; in der Armee namentlich derGeneralmajor und Chef des K'ürassierregiments No. 2., zuletzt v. Rei-zenstein; im Civildienste der Kammergerichts-Präsident Freiherr v.Schleinitz, dessen Wittwe , geborne v. Rosenberg-Gruszczynska, ge-genwärtig zu Berlin lebt, und der mehrere Söhne hinterlassen hat. —Noch jetzt stehen in der Armee mehrere Edelleute dieses Namens.
Diese Familie führt ein gespaltenes silbernes und rothes Schild.Im silbernen Felde eine rothe, im rothen zwei unter einander ste-hende silberne Rosen, und auf dem Helme ein silbernes und ein ro-thes Biilfelhorn. Gauhe, I. S. 1532. Immerblühende Sittenrose aus 17Blättern bestehend, dem hochadeligen schleinitzischen Geschlechteu. s. w. Dresden. 1658.
Schlemmer, die Herren von.
Georg Christoph Schlemmer, Kriegsrath, wurde am 14. Sept. 1786in den Adeistand erhoben. Das ihm beigelegte Wappen zeigt im obensilbernen, unten goldenen Schilde hier drei blaue Schrägbalken,dort einen halben schwarzen Adler. Auf dem Helme drei Strauss-federn, blau, weiss, blau. — Ein Major v. Schlemmer, Ritter deseisernen Kreuzes, ist gegenwärtig Artillerie-Brigadier in Münster. —Joli. Adam v. Schlemmer wurde 1797 Commandant von Silberberg.
Seil Ii cht, die Herren von.
Der Stammvater hiess Gottfried von Schlicht, und lebte im letztenDritttheile des 15. Jahrhunderts. Das gleichnamige Stammgut liegt inBaiern, zwischen Amberg und Vilseck. Dessen Sohn, Martin vonSchlicht, geb. 1499, gest. 1596, mit Marta von Boineburg vermählt,war kaiserlicher Reiter-Hauptmann, und verstiess seinen einzigenSohn, Christoph , welcher von der katholischen zur lutherischen Reli-gion überging, sich mit seiner Gattin, Anna von Ileyder, in denSchutz des Kurfürsten von Brandenburg begab und Geistlicher wurde.Dieser Christoph von Schlicht erreichte das höchste Menschenalter von113 Jahren; geboren 1557, gestorben 1670. In Baiern starb die Fa-milie aus, und im Brandenburgischen nahmen die meisten männlichenNachkommen Kriegsdienste. So war Johann Jahob v. Schlicht kur-fürstlich brandenburg. Trabanten- Offizier, eben so 1693 Gottfried v.Schlicht.
Joachim Albert, geb. 1684, ging in schwedische Dienste, und bliebam 8. Juli 1709 als Capitain in der Schlacht bei Pultawa.
Johann Friedrich, geb. 1722 , gestorben 1792, stand als Capitainin preussischen Diensten, und gerieth während des 7jährigen Kriegesin österreichische Gefangenschaft. Dessen Nachkommen sind im Mag-deburgischen angesessen.
Während der Feldzüge von 1812 bis 1815 blieben einige als Of-fiziere in preussischen Diensten auf dem Schlachtfelde. Jetzt stehenbei der Armee als Offiziere:
Wilhelm v. Schlicht beim Garde-Jägerbataillon.
Gustav v. Schlicht beim 10. Husarenregimente.
Eugen v. Schlicht beim 26. Landwehrregimente.
Diese Familie führt ein in zwei gleiche Hälften getheiltes Schild.Links im silbernen Felde ein grünes dreiblätteriges Kleeblatt; rechtsim rothen Felde die Justitia mit verbundenen Augen, in der rechten