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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
173
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Schlagcntcnfel — Schleinitz. 173

Das gräfl. Wappen zeigt im rothen Schilde zwei übers Krenz ge-legte goldene Bischofsstäbe mit goldenen Pantrollen, und auf demHelme einen Rautenkranz mit vier weissen Rosen. Decken roth undgolden. Schildlialter zwei goldene Löwen.

Schlagenteufel, die Herren von.

Eine zum pommerschen Adel gegenwärtig gehörige Familie, wel-cher das Gut Werder im Kreise Franzburg, im Regierungsbezirke Stral-sund , gehört.

Sehleclitendahl (dal), die Herren von.

Der König Friedrich Wilhelm II. erhob die drei Brüder Schlech-tendahl in den Adelstand. Zwei davon gelangten zu hohen Würdenin der Justizverwaltung, Georg Heinrich v. S. war Oberamts-, Consi-storial- und Pupillenrath zu Breslau, und starb am k>3. August 1800;Reinhard Friedrich v. S. war Geheimer Regierungsrath zu Cleve, derdritte, Franz Friedrich v. S., war Landrichter zu Xantlien. Einer istnoch gegenwärtig Chefpräsident des Oberlandesgerichts zu Paderborn.— An der Universität Halle ist der Professor v. Schlechtendal, Direc-tor des botanischen Gartens u. s. w. angestellt.

Diese adelige Familie führt im silbernen Schilde eine blaue, obenund in der Mitte von einer goldenen Strasse durchzogene Scheibe,darauf ein Grabkreuz. Im Mittelpunkte der Scheibe liegt ein rolhesIlerz. Dieses letztere Bild wiederholt sich auf dem Helme zwischenzwei blau und roth gevierteten Adlerllügeln. Decken blau und roth.

Uebrigens blühte in Schlesien auch ein adeliges Geschlecht v.Schlechtentahl, aus welchem Ihtns Albrecht v. S. kais. Oberstlieute-nant um das Jahr 1090 war. Sein Sohn starb als der Letzte seinesGeschlechtes im Jahre 1706 zu Stroppen.

Schlegel, die Herren von.

Im Anhaltschen, in der Altmark, in Thüringen und Sachsen kom-men adelige Geschlechter dieses Namens vor, die zum Theil ganzverschiedene Wappen führen. Die thiiringschen und anhaltschen v.Schlegel führen im rothen Schilde einen schwarzen Schlägel, die mär-kischen aber im silbernen Schilde den Hals eines rothen ungezäum-ten Rosses, und auf dem Helme einen mit drei rothen Wecken be-steckten rothen Schlägel.

Eine Linie der märkischen v. S., die sich v. Schlegel und Miinch-berg schrieb, führte mit dem Schlägel auch einen Mönch im Wap-pen. — In der Armee dienten und dienen noch heute Kdelleute die-ses Namens. — Noch gedenken wir der in den Adelstand erhobenenberühmten Gelehrten August Wilhelm und Friedrich v. S. Der erstere,geb. im Jahre 1767, ist Professor Ordinarius an der rheinischen Frie-drich Wilhelms - Universität zu Bonn, Ritter des rothen Adlerordens.Ihrer Geburt nach gehören sie dem Königreiche Hannover an.

Schleinitz, die Freiherren und Herren von.

Ein uraltes Geschlecht, aus Sachsen und Böhmen stammend, aberauch in andern deutschen Provinzen und in Westpreussen ansässig und