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4 (1842) P - Z
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Schladen.

eine l'otli gekleidete Jungfrau, in der Rechten einen Ring haltend unddie Linke in die Seite stemmend. Auf der Krone des 3ten Helmes istein schwarzer Adlertlug.

Das Wappen der am 15. Octbr. 1786 in den Grafenstand erhobe-nen Linie führt ein goldenes Schild, mit drei schwarzen Schrägbalkenbelegt, darin ein Herzschild, in welchem der preuss. Adler in Sil-ber unter einer neunperligen Grafenkrone. Auf dem Hauptschilde liegteine eben solche Krone, die mit drei Helmen besetzt ist. Die ICronedes lsten ist mit einer goldenen Lanze besteckt, auf deren grünerFahne drei silberne Lilien stehen; auf der Krone des 2ten ist zwi-schen zwei Fahnen ein silbernes lothringisches Kreuz angebracht; aufder rechten Fahne steht der Reichsadler in Gold, auf der linken diedrei schwarzen Balken in Gold. Der 3te Helm ist mit drei silbernenStraussfedern geschmückt.

Das der zuletzt erhobenen dritten grätlichen Linie verliehene Wap-pen ist ebenfalls quadrirt. Im lsten blauen Felde liegt ein Kiirass miteinem preuss. Adler auf ein Schwert gelehnt. Im 2ten silbernen Feldeist eine Bischofsmütze, im 3ten rothen Felde ein silbernes Johanniter-kreuz, in dem 4ten schwarzen Felde zwei über einander liegendeLanzen mit grünen Fähnlein, worauf die drei Lilien stellen. Auch die-ses Schild hat noch ein Herzschild, in dem die drei S.'sehen Balkenin Gold unter einer grätlichen Krone vorgestellt sind. Auf der neun-perligen Krone, die das Hauptschild bedeckt, sind drei Ilelme ange-bracht. Der lsle trägt eine Partisane, die drei Straussfedei'n und ei-nen Bischofsstab. Auf dem mittlem sitzt ein angeketteter Alfe, dereinen Apfel hält, und auf dem 3ten stehen zwei schwarze Adlerflügelzwischen zwei Fahnen; auf der rechten zeigen sich die Balken inGold, auf der linken der Reichsadler in Silber. Das Ganze ist miteinem Hermelinmantel und mit einem blauen Bande umgeben, woraufmit goldenen Buchstaben die Worte stehen: „Propter merita paren-tum". M. s. Angeli, märkische Chi'onik. 39. Zedier, 31. S. 1628.

Schladen, die Grafen und Herren von.

Diese Familie gehört dem Magdebni'gschen, Pommern und dem An-haltschen an. Im Magdebni'gschen war sie zu Stasfurt ansässig. DenUrsprung leitet sie von dem gleichnamigen adeligen und grällichen Ge-schlechte ab, das im Hildesheimschen, besonders an der Ocker, Bur-gen und ihr gleichnamiges Stammschloss besass, und mit Mainonc,Graf v. Schladen, schon 1346 erlosch. Aus diesem Geschlechte sindmehrere Bischöfe hervorgegangen. Die heutigen Herren und Grafenv. Schladen kommen ebenfalls schon in Urkunden vom Jahre 1435vor. Die Salzwerke zu Stasfurt waren lange Zeiten hindurch ihr lii-genthum, auch wurde in der genannten Stadt der Rath von ihr be-setzt. Es wendeten sich Zweige des Hauses in die Mark Brandenburgund nach Preussen. Der magdeburger Linie gehörte der Generallieu-tenant und Ritter des rothen Adlerordens v. Schladen, Chef des In-fanterieregiments Nr. 41. zu Minden an. — Ein Zweig des Hausesist von des jetzt regierenden Königs Majestät in den Giafenstand er-hoben worden. Nämlich Friedrich Heinrich Leopold v. Schladen, geb.den 14. Juni 1772. Er ist wirklicher Geh. Rath, Ritter des rothenAdlerordens und war früher Gesandter an den Höfen von St. Peters-burg, Konstantinopel, Lissabon, München und im Haag. Er ist mitHenriette, Grälin v. Schönfeld, vermählt. Aus dieser Ehe lebt einSohn, Friedrich Göttlich Adolph.