SclilabcrndorlF.
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fehle, Gr. und Kl. Beuthen, Glienike, Gröben (jetzt noch in denHänden der Familie), Gr. Magno, Kolzig, Ziethen u. s. w. — Auchbesass Joachim Friedrich v. Sclilaberndorf im Jahre 1662 in SchlesienGimmel und Gellendorf. In den Freiherrnstand wurde Otto, Freiherrv. S. aus dem Hause Glienike, der im Jahre 1719 als königl. prenss.General der Infanterie, Gouverneur von Ciistrin und Erbherr auf Ma-chenow starb, vom Kaiser Leopold I. am 15. Decbr. 1697 erhoben. —Die heutigen Grafen v. S. in Schlesien stammen von Ernst Wilhelmv. S., der königl. preuss. wirklicher Geheimer Rath, Kammerpräsi-dent zu Magdeburg, nachmals Geheimer Staatsminister und Ritter desschwarzen Adlerordens war, und am 13. Decbr. 1769 als dirigirenderMinister in Schlesien starb. Er hinterliess mehrere Söhne, die nebstzwei Linien der v. S., nämlich zu Kolzig und Gröben in der Mark,am 27. Novbr. 1772, 15. Octbr. 1786 und 31. Octbr. 1786 in denpreuss. Grafenstand ei hoben wurden. — Der älteste der Söhne, Leo-pold August, Graf v. S., ererbte von seinem Vater die Herrschaft Sep-pau bei Glogau, und stiftete mit königl. Bewilligung das Majorat Sep-pau. Der zweite Sohn des Ministers, Graf Friedrich Wilhelm Ludwigv. S., erkaufte im Jahre 1793 die zum Herzogthume Münsterberg ge-hörigen Domainen, welche König Friedrich Wilhelm II. zu einer min-derfreien Standesherrschaft erhob und ihm das Erb-Ober-Baudirec-toramt von Schlesien übertrug. Er starb am 7. Jan. 1803. Seine Ge-mahlin war Maria Theresia, geb. Grälin v. Nimptsch, Freiin v. Fürstund Oels, die vor wenigen Jahren in hohem Alter zu Wien gestorbenist. — Von seinen Söhnen ist Graf Konstantin Minderstandesherr zuMünsterberg und Frankenstein, Erboberbaudirector von Schlesien aufSchlause, vermählt mit Julie, Grälin Matuschka. Er hat zwei Söhne,Konstantin und Stanislaus. — Von seinen Geschwistern lebt Karl Lud-wig v. S. geisteskrank zu Hirschberg, Therese ist an den Grafen vonIloyos (m. s. d. A.), und Charlotte an den Landgrafen Joseph Frie-drich v. Fürstenberg vermählt. Ein dritter Sohn des Ministers warder am 22. August 1824 zu Paris im hohen Alter verstorbene undrühmlichst bekannte Graf Gustau v. S. — Die Majoratsherrschaft Sep-pau ist im Laufe der letzten Jahre durch den Tod ihres Besitzers anden nächsten Agnaten gefallen. — Von der adeligen Linie der v. S.ist der Major a. D. und Ritter des eisernen Kreuzes Friedrich v. Schla-brendorir erster Inspector derStrassenerleuchtung zu Berlin. Zwei seinerSöhne stehen als Olliziere in dem Reg. Kaiser Franz. - - Noch gehö-ren hierher einige Mitglieder dieser Familie, die sich in den branden-burg. preuss. Heere ausgezeichnet haben, namentlich der oben er-wähnte erste Freiherr Otto v. S., der sich ganz besonders als com-inandirender General der brandenburgischen Truppen in Ungarn aus-zeichnete und am 18. Januar 1721 starb. — Hans Heinrich v. S., derim Jahre 1692 als kurbrandenburg. Generalmajor, Gouverneur vonColberg und Amtshauptmann zu Himmelstädt u. s. w. starb, und Gu-stav Albrecht v. S., der zur Würde eines königl. preuss. Generalma-jors und Chefs eines Kürassierregiments gelangte und am 26. Octbr.1765 zu Breslau starb.
Die am 7. Novbr, 1772 in den Grafenstand erhobenen v. S. füh-ren ein quadrirtes Schild mit einem Mittelschilde belegt. Das lsteblaue Feld zeigt eine weisse Rose, das 2te und 3te goldene Feld dreiblaue Schrägbalken, das 4te goldene eine rothe Rose. In dem Herz-sclulde steht im silbernen Felde ein grüner Stengel mit drei blauenRosen. Das Hauptschild ist mit drei Helmen besetzt. Auf der Kronedes rechten Helmes befindet sich zwischen zwei goldenen Fahnen, wo-won die eine mit dem preuss. Adler, die andere mit den Schrägbal-ken belegt ist, ein goldener Schlüssel. Aus der Krone des 2ten wächst