Scliipa — Scliiinding.
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Kanimerlierr und Landesälteste Karl Wilhelm Ollo August v. S. dieGiiter Nieder- und Ober-Schönbrunn, Eckersdorf, Nieder-Steinkirch11. s. w., bei Görlitz und Lauban besass, welche Güter nach seinemTode an einen Bruder gefallen sind.
Die v. S. führen im rolhen Schilde drei silberne Schindeln, undauf dem gekrönten Helme zwischen zwei rothen Adlerllügeln einengrünen Kranz, und in diesem drei Schindeln. Helindecken roth undsilbern. Siebmacher, I. S. 50. Sinapius, I. S. 820. II. S. 901. u. f.
Scliipa, die Herreil von.
Ein adeliges Geschlecht in Schlesien, welches die Güter Branitzund Schtitin besass. Im Jahre 1501 war Augustin Scbipa unter demHerzoge Casimir zu Teschen ein angesehener Cavalier. — Heinrichv. Schipa und Branitz auf Schtitin starb im Jahre 1553. Er war mitKatharina v. Oderwolf vermählt. Mit seinen beiden Töchtern scheintdiese adelige Familie in Schlesien erloschen zu sein. Dagegen warnoch in neuester Zeit die adelige Familie v. Schipp in Schlesien an-sässig. Ein Rittmeister v. Schipp besass oder besitzt noch das GutBitschinitz bei Cosel.
Das Wappen der v. S. zeigt im blauen Schilde drei goldene Ro-sen, oben zwei, unten eine, und zwischen denselben einen quer ge-legten Pfeil. - Aus dem gekrönten Helme wachsen zwei Hirschgeweihe.M. s. Sinapius, I. S. 825, und II. S. 963.
Scli im ding, die Freiherren und Herren von.
Sie gehören eigentlich Franken, und namentlich dem ehemaligenMarkgrafthume Bayreuth an, wo ihr altes, einst sehr festes Schloss ander böhmischen Grenze, nur einige Stunden von Eger entfernt, liegt.Aus dieser Familie haben mehrere Mitglieder im preuss. Heere ge-dient. Ein Freiherr von Schirnding, der früher in dem Cürassierregi-niente v. Balliodz stand, später aber im 8. Uhlanenregim. als Kittmei-ster diente, ist gegenwärtig Postmeister zu Siegen in der Rheinprovinz.
Die Trennung dieser Familie wurde durch die Hussitenkriege unddurch die spätem Unruhen in Böhmen herbeigeführt. Den ritterlichenGeist dieses Geschlechts bewährte vorzüglich Jobst v. Schirnding, derheldenmiithige Vertheidiger Wunsiedels bei dem stürmischen Angrilfeder Hussiten. Von den rauchenden Trümmern Weissenstadts zogendie fanatischen Böhmen, 18000 Mann stark, 1462 vor Wunsiedel undforderten die Stadt zur Uebergabe auf. Allein Jobst v. S., ein tapfe-rer Edelmann und Anführer der Besatzung, wies jeden Antrag zurück,obgleich die Besatzung nur 500 Mann zählte. Angeführt von ihm schlu-gen die tapfern Bürger dreimal den Sturm der Hussiten ab und nöthig-ten die wildenSchaaren zum Abzug, vor welchen die mächtigsten FürstenDeutschlands zitterten. Die St. Katharinenkirche in Wunsiedel ist einDenkmal dieser Heldenthat; die Bürger gelobten ihre Errichtung, alsvom Katharinenberge her die Feinde lebhalt sie bedrängten. In Oester-reich und Sachsen bewahren ebenfalls noch tapfere Nachkommen dieEhre dieses alten Geschlechts.
urs P r " n gliche Wappen dieser Familie besteht aus einem invier Felder getheilten Schilde, das in den schwarzen Feldern gekrönteLöwen, und in den goldnen Fenerbränder zeigt. Auf dem Helme ste-hen ebenlalls der doppelgeschwänzte gekrönte Löwe u. Feuerbränder.