168 Scliimonsky-Scliimony — Schindel.
Der gegenwärtige Senior dieser Familie ist der zn Berlin lebendeIlittnieister a. D., Freilierr S. v. d. Oye, Sohn des erwähnten Gene-rals. Nach einem, mit den Agnaten der österreichischen Linie ge-troffenen, Abkommen hat derselbe seinen alten ursprünglichen Namen•wieder angenommen und schreibt sich Schimir.elpennink von der Oye.Sein Sohn stellt als Lieutenant im 2. Ciirassierregimente.
Das Wappen dieser Familie zeigt im silbernen Schilde zwei iibersKreuz gelegte schwarze Schlüssel.
Scliimonsky von Scliimony, die Herren von.
Ein uraltes adeliges Geschlecht in Schlesien, welches ans demvornehmen polnischen Hanse Ostoia abstammt. Im Jahre 1592 warNikolaus Scliimonsky Commissarius des fiirstl. Briegschen Schuld We-sens. — Hans v. S. war im Jahre 1(330 Landesdeputirter des F'iir-stenthums Oels, und im Anfange des vorigen Jahrhunderts Land-Com-ir.issarius des Fürstenthums Breslau. — Das Stammhaus dieser Familie,Scliimony, liegt im Königreiche Polen. Borkendorf im Neisseschen,Scalung im Oelsischen, Jaschin, Drunowitz, Lisne im FürstenthuineOppeln u. s. w., sind alte Besitzungen dieses Hauses. — Zu hohemAnseilen gelangte die Familie durch Christoph Emanucl Vincenz vonScliimonsky-Scliimony, den Solln des königl. Landraths und Land-schafisdirectors, Karl Joseph v. S.S., Herrn zu Brzeznitz, Sudol undder Herrschaft Wyssocka, und einer Freiin v. Gruttschreiber, der am23. Juli »753 geboren war und zu der hohen geistlichen Würde einesFürstbischofs gelangte, auch Kitter des rothen Adlerordens 1. Cl. war,und verehrt als Prälat, wie als Menschenfreund und Wohlthäter derArmen, im 81. Jahre am 27. Decbr. 1832 zu Breslau starb. — EinGeneral v. S.S. war im Jahre 1806 Chef des in Schweidnitz garniso-nirenden Infanterieregiments, und ist im Jahre 1826 a. D. gestorben.
Siebmacher giebt das Wappen dieser altadeligen Familie, I. S. 65.Es zeigt im rothen Schilde zwei abwärts gekehrte silberne Monde,zwischen denen ein mit der Spitze nach unten gekehrtes Schwert an-gebracht ist, und auf dem Helme drei Straussfedern (roth, silbern,roth). M. s. auch Sinapius, I. S. 819 und II. S. 961. Okolski, Orb.Pol. II. S. 356.
Scliinilcl, tlic Herren von.
Eine uralte und vornehme adelige Familie in Schlesien, welcheder Freiherr v. Abschatz in seinem Bardenliede erwähnt, und die sichin die Linien Dromsdorf, Streit, Lonig, Neudorf, Lauterbach, Leipe,Sadewitz, Conradswalde, Stephansdorf, Nimpka, Sasterhausen, Bern-stadt, Pankendorf, Kl. und Gr. Monau theilte. Auch sind Wierisch,Grüne, Arnsdorf, Kreppelhof, Tarnau, Panzdorf, Raben, Ohms, Weiste-ritz, Fegebeutel, Hohendorf u. s. w., grösstentheils im FürstenthuineSchweidnitz gelegen, alte Besitzungen dieser Familie. — Im Jahre 1280kommt Ehjcrus Schindel als angesehener Cavalier unter dem HerzogeHeinrich dem Frommen zu Breslau vor. — Heinrich v. S. war umdas Jahr 1518 fiirstl. Münsterberg-Oelsischer Rath und Hauptmann. —Ein v. S., der in dänischen Diensten stand, veranlasste den König vonDänemark, im Jahre 1691 zu Kopenhagen eine Ritter-Akademie zuerrichten. Er wurde Oberhof- und Oberstallmeister. — Während diev. S. in Schlesien erloschen sind, blühte das Geschlecht in der Ober-lausitz fort, wo der vor einigen Jahren verstorbene Sachsen-weimarsche