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4 (1842) P - Z
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Scliimmelpennlnk.

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Anerstäilt wurde er verwundet, er erreichte die Festung Colberg undnahm an der Spitze seines Freicorps unter den heldenmüthigen Ver-theidigern derselben eine der ersten Stellen ein. Nach dem TilsiterFrieden wurde er zum Major und sein Corps zum Leibhusarenreg. ge-macht. Kr verliess am 28. April 1809 mit seinem Regiinente Berlin, umauf seine eigene Hand einen Feldzug gegen die Franzosen, die ebenden Krieg mit Oesterreich begonnen hatten, zu machen. Bei Dodendorfim Magdeburgschen bestand er ein blutiges Gefecht, und in Stralsundendigte am 25. Mai 1809 das Unternehmen des kühnen Parteigängersmit dem Untergange und Tode. Sein Kopf wird noch gegenwärtigzu Leiden aufbewahrt, er ist aber in neuester Zeit von einigen patrio-tischen Männern in Colberg zurückbegehrt worden. Der älteste Bru-der dieses merkwürdigen Mannes war Oberstlieutenant in preussischen,später in österreichischen Diensten und lebte nachmals zu Penkau beiTeschen; der zweite der Brüder starb als pensionirter Rittmeister1810; der dritte schied 1817 als Oberstlieutenant und Commandeurdes 1. Schles. Landwehrregiments aus dem activen Dienste, und lebtgegenwärtig auf seinem Gute Neudorf am Gröditzberge in Schlesien.

Scliimmelpennink, die Freiherren und Herren,von der Oye.

Dieses ist der ursprüngliche Name einer altadeligen, zum Theilfreiherrl. Familie in der Provinz Geldern, von der sich Zweige nachPreussen, Polen und Oesterreich gewendet und daselbst ausgebreitet ha-ben, sich auch hier Schimmelpfennig v. d. Oye schreiben. Die ordent-liche Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Jakob v. Schiminelpen-nink, der bis zum Jahre 1453 Mitglied des Magistrats zu ZütphenW ar. — Sein Sohn, Alexander v. S., vermählte sich mit der Erbtoch-ter des Evert v. d. Oye. Der in dieser Ehe erzeugte Sohn, Jakob,nahm den Namen und das Wappen seiner Mutter an und schrieb sichS. v. d. Oye. — Die preuss. Linie stifteten Alexander und ChristophS. v. d. O. Sie verliessen mit noch einem Bruder im Jahre 1602 derReligionsunruhen wegen ihr Vaterland, machten sich im Bisthume Er-meland ansässig und veränderten ihren Namen in Schimmelpfennig.Dieser preuss. Zweig theilt sich in die evangelische und in die ka-tholische Linie. Da die meisten Mitglieder der letzten dem geistlichenStande angehörten, so ist diese Linie bis auf Wenige ausgestorben.—.Christoph S. v. d. O., einer der drei Brüder, trat in kurbrandenburg.Dienste, wurde Hofrath und ging zur evangelischen Lehre über. Erbesass das Gut Allenau in Preussen. — Von seinen Nachkommenwar einer königl. Landjägermeister und Erbherr auf Didrichswalde inPreussen. Er starb 17bO mit Hinterlassung von fünf Söhnen. Vonihnen gelangte Ludwig S. v. d. O. zur Würde eines preuss. General-majors, Chefs eines Husarenregiments und Ritters des Verdienstordens.Er starb im Jahre 1812 auf seinen Gütern im damaligen HerzogthumeWarschau. — Philipp S. v. d. O., Oberst und Commandeur des Ba-taillons Towarzy, Ritter des Ordens pour le merite, starb im Jahre1815 auf seinein Gute Leuken in Ostpreussen. — Heinrich S. v. d. O.starb 1802 als Forstrath. — Zwei ältere Brüder blieben als Offizierein den Schlachten bei Liegnitz und Leuthen. — Ein Neffe der vor-benannten fünf Brüder starb im Jahre 1814 als Regierungspräsident;er war Besitzer der Güter Breitenstein und Czechenowiec und ist we-gen seiner dem Staate geleisteten Dienste ehrenvoll bekannt. EinSohn desselben ist jetzt Besitzer der väterlichen Güter in Ostpreussen.