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Die v. S. in Schlesien führen im weissen Schilde nnd auf demHelme den Kopf und Hals eines schwarzen Ebers. Helmdecken weissund schwarz. M. s. Siebmaclier, I. S. 28. Sinap. II. S. 428.
Schellendorf, die Freiherren und Herren von.
Ein altes ausgestorbenes Geschlecht in Schlesien, Sachsen undOesterreich, dessen gleichnamiges Stammhaus bei Haynau liegt. DieFreiherren v. S. theilen sich in die oberlausitzische Linie und in dieschlesische. Erstere besass die unweit Dresden gelegene Stadt Kö-nigsbrück, letztere Hohenfriedeberg im Fiirstenthume Jauer. Ausser-dem sind Petersdorf, Rothkirch, Gülschau, Halbesatz, Siegendorf,Hornsberg, Klitschdorf, Kiihna, Satz, Herschdorf, Kotzenau, Reisickt,Altenbielau, Domanze, Hermsdorf, Gassendorf, die Herrschaft Gräditz-berg, wo sie das neue Schloss verschönert haben, u. s. w., alte Be-sitzungen dieses reichen Hauses gewesen. Die zuletzt genannte Herr-schaft besass es vom Jahre 1753 bis zu seinem im Jahre 178? erfolgtenErlöschen, wo sie an den Grafen Hohberg von Fürstenstein überging.
Das Wappen dieser Familie besteht aus einem silbern und blaugeweckten Schilde, durch welches ein rother Balken gezogen ist. Aufdem Helme stehen zwei ebenso geweckte, mit dem Balken belegteBüü'elhürner. Die Helmdecken silbern und blau. M. s. auch Sina-pius, I. S. 810 u. f. II. S. 429 und 955.
Schenck, die Freiherren und Herren von.
Mehr als fünfzig adelige Geschlechter dieses Namens gehörenDeutschland und der Schweiz an. Hierher gehört vorzüglich die ur-alte Familie v. Schenck, die in der Kurmark Brandenburg seit Jahr-hunderten das Erbschatzmeisteramt besitzt. Im Jahre 180t» war Frie-drich Wilhelm v. Schenck auf Flechtingen in der Altmark, Major vond. A., im Besitze dieser Würde. Im Fürstentlmine Halberstadt hattedasselbe Haus die Erbschenkenwürde, die im Jahre 1806 der General-lieutenant v. d. A., v. Schenck auf Flechtingen, bekleidete. In derAltmark gehörte ausser Flechtingen, Leinsehl, Böddenseel und Hassel-burg den V. S. — Im Jahre 1819 den 31. Mai starb der General-major und Ritter des Verdienstordens v. S. Er war aus einer Darm-städtischen Familie dieses Namens, und hatte im Jahre 1806 das Inf.Regiment No. 9. Se. Maj. verlieh ihm im Jahre 1809 den Posteneines Commandanten vom berliner Invalidenhause.
An merk. Einen, die verschiedenen Familien v. S. betreffenden,langem Aufsatz, in dem auch mehrere Wappen derselben beschriebensind, müssen wir für ein Supplement dieses Werkes zurücklegen.
Schenckcndorf, die Freiherren und Herren von.
Eine theils adelige, theils freiherrliche Familie, die in den Mar-ken, in Preussen und Schlesien sich einheimisch gemacht hat. In denMarken besass eine Linie das Erbschatzmeisteramt; sie schrieb sichv. Schenckendorf zu Diepen. Im Crossenschen besassen die v. S. dieGuter Griese! und Heidenow, im Züllichauschen Bickow oder Buckowund .Schmollen. Eben so gehörte ihnen auch Rissen- und Heinersdorf,ebendaselbst gelegen. — Der schlesischen Linie, die Johann Heinrichv. S., kaiserl. Rath und Amtsverweser zu Glatz, bildete, gehörte das
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