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Scheliha — Sclicllcnbcrg.
und Alt-Scldedenhausen, königl. grossbritannisch-hannöverscher Gehei-mer Rath u. s. w. Er liat sich um sein Haus durch eine vortrefflicheGeschichte der Familie v. Scheie zu Schelenburg, Hannover 1829, alsManuscript gedruckt, verdient gemacht.
Das Wappen der Herren v. Scheie zu Schelenburg ist quadrirt.Im lsten und 4ten rothen Felde das goldene mit dem Turnierkragenvereinigte Kreuz der v. S.; im 2ten und 3ten goldenen Felde die dreischwarzen Wolfsangeln des Schledenhausischen Wappens. Auf deingekrönten Helme steht ein rother Schaft mit einem Busch von Pfauen-federn besteckt, auf jeder Seite desselben ist eine Wolfsangel angebracht.
Scheliha, die Herren von.
Die v. Sclielilia, auch Schelian geschrieben, sollen aus Polenstammen, und zum Stammvater einen muthigen und entschlossenenSoldaten, Namens Szeliga, haben, der unter dem polnischen FürstenLesco dem Schwarzen bei Mondenschein in das feindliche Lager schlich,einen Soldaten gefangen nahm und ihn zu Lesco führte, Dieser grill'nach eingegangenem Berichte über die Stärke und Stellung des Fein-des, seine Gegner an und brachte ihnen eine völlige Niederlage bei.Zur Belohnung erhielt er von seinem Fürsten einen Adelsbrief mit derBeilegung des unten beschriebenen Wappens. — Bozenla Szeliga starbim Jahre 1389 als Erzbischof von Gnesen. — In Schlesien erscheintzuerst Wenzel S. und Rzuchow, der im Jahre 1593 kaiserl. ur.d fürst!.Ratibor- und Oppelnscher Kanzler war. Sie besassen im Anfange desvorigen Jahrhunderts die Güter Grezeny, Teschkowitz, Witoslawitz,Zakriow, Ellguth, Pirschen, Perschiitz, Labschitz, Kampern, Jagat-scliütz, Langawe, Kadlewe, Pilchendorf u. s. w. in Schlesien. Meh-rere dieser Güter waren noch am Anfange dieses Jahrhunderts, undeinige noch in der Gegenwart in den Händen der Familie. — ImJahre 1806 war Hans Georg Friedrich v. S. auf Nieder- und Ober-Wohlau königl. Landrath im FUrstenthume Wolilau. — Gegenwärtigist ein Lieutenant a. D. v. S. Landrath des Trachenberger Kreises.Er besitzt das Gut Labschitz. — In der Armee stellt der Major undComniandeur der Cadettenanstalt in Berlin, v. S. Er ist Ritter hoherOrden, namentlich auch des eisernen Kreuzes 2. Classe.
Die v. S. führen im rothen Schilde einen halben silbernen Mondmit den Hörnern nach oben gerichtet, auf dem Helme aber einen Kranzvon silbernen und rothen Rosen, und über demselben drei Strauss-federn (Gold, roth, Silber).
Schellen b erg, die Freiherren und Herren von.
Verschiedene Familien in Schlesien, Böhmen, Schwaben, Meissenund in der Schweiz führten und führen diesen Namen. Das Stamm-haus dieser Familie in Schlesien ist das alte in Trümmern zerfallendeSchloss, der Schellenberg genannt, bei Jägerndorf gelegen. Bucelinfängt die Stammreihe dieser Familie mit Burchard v. S. an, der zuEnde des 8. Jahrhunderts lebte. — Im Jahre 1473 vermählte sichGeorg, Freili. v. S., mit der Prinzessin Barbara vou Jägerndorf, ver-wittweten Herzogin zu Teschen. — Franz Dominicas v. S. war inder ersteren Hälfte des vorigen Jahrhunderts fürstl. AuerspergscherRegierungsrath im Fürstenthume Münsterberg und Landrechtsbeisitzer.Dm dieselbe Zeit war Franz Bernhard v. S. General-Landesbestellterder Herren Fürsten und Stände in Schlesien.