Scliciblcr — Scheie.
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Sc Ii eibler, die Freiherren und Herren von.
Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 25. Febr. 1794 denDirector des westpreussischen Hofgerichts, Johann Friedrich Scheibler,in den Adelstand. Kr starb im Jahre 1810 als Präsident zu Soldin.Sein Bruder, Johann Daniel, Geheimer Ober-Tribunalrath, wurde imJahre 1798 bei der Huldigung zu Berlin geadelt. Samuel Friedrichv, S. war Geheimer Justizrath, und besass das Gut Blankenhagen imDrainburger Kreise. Auf diese Weise sind mehrere Mitglieder dieserFamilie zu höheren Stellen in der Justizverwaltung gelangt. Nochgegenwärtig steht im Staatsdienste der Präsident des Oberlandesge-richts zu Hamm in Westphalen, Ritter Ferdinand v. Scheibler, ver-mählt mit einer v. Steinmann.
Aus der Familie des Bernhard Georg v. S. zu Monjoie ist dergegenwärtige Landrath Bernhard v. S. zu Enpen, und der kaiserl.österreichische Feldmarschall-Lieutenant, Ritter des Maria Theresien-ordens, und jetzt (1836) Commandant zu Legnano, Karl, Freiherrv. S., der im Jahre 1814 die Freiherrnwiirde erhielt, und in seinerJugend ebenfalls in preuss. Diensten gestanden hat.
Die v. S. fuhren im rothen Schilde einen schwarzen Adler, in denbeiden obern Ecken und unten in der Mitte des Schildes eine weisseScheibe; hinter dem Adler zeigt sich ein blau geharnischter, einSchwert führender Arm. Auf dem Helme sind zwischen einem weissenund einem schwarzen Adlerflügel zwei Arme vorgestellt, der vorherim Schilde beschriebene, und ein rotlier, der eine Scheibe hält.
Scheie, die Herren von.
Die Familie v. Scheie zu Schelenburg gehört Westphalen, und na-mentlich dem Osnabriickschen, an, wo ihr Stammschloss Schelenburgliegt. Die Vorfahren derselben waren Abkommen der alten Grafenvon Paderborn, und ein Graf Wilhelm Scheie kommt um das Jahr1156 in Paderborn vor. Auch waren die v. Scheie schon vor demJahre 1250 Truchsesse, Ritter und Domherren; nachmals haben siesich von Paderborn in das Mindensclie gewendet, wo sie das SchlossRliaden besassen Bahodus v. S. verlor in einer Fehde mit dem Bi-schöfe Gerhard I. von Minden im Jahre 1358 sein Schloss und seinLeben. Einer seiner Nachkommen, Bahodus III., verliess das BisthumMinden und liess sich im Osnabriickschen nieder. Hier gerieth er ineine scharfe Fehde mit dem Ritter Sweder v. Schledehausen, er ver-söhnte sich jedoch nicht allein aufrichtig mit demselben, sondern erwurde auch 1396 der Gemahl der Erbtochter dieses Hauses, Elisabeth.Seit jener Zeit ist die Burg Schiedenhausen, die später von ihren Besitzernden Namen Schelenburg erhielt, ein Besitzthum dieses alten vornehmenHauses. Die Rittersitze und Dörfer Kuhhof, Obernfeld, Brunnenbrok,Welveld, Sudena, Andensburg sind ebenfalls alte Besitzungen diesesHauses. Viele Mitglieder aus diesem Hause waren Domherren zuOsnabrück und Minden, und Töchter aus demselben waren Pröpstin-nen und Aebtissinnen zu Herford, Quernheim, u. s. w. Mehrere v. S.dienten im preuss. Heere. Ernst v. S. blieb als preuss. Oflizier inder Schlacht bei Kesselsdorf. — Johann Daniel Victor v. S., Herr zuSchelenburg u. Brunnenbrok, kurhannöv. Generallieut., Landrath u.s.w.,starb im Jahre 1774 kinderlos. Mit ihm erlosch die ältere Schelen-burger Linie, und das Stammhaus fiel an die Kuhhofische. — Ge-genwartig ist Georg Victor Friedrich v. S. Erbherr zu Schelenburgv. Zedlitz Allels-Lex. IV. 11