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4 (1842) P - Z
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Scliaffgotsch.

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rieh, der Stifter der scldesischen, Eberhard aber der niederländischenLinie der S. wurde. — Dieses Ulriclfs Sohn war Gotthard oder Got-sehe SchalF I. zu Kemnitz. Seine Söhne waren Gotsche S. II. undReinhard oder der Reibnitzer genannt. Dieser jüngere Bruder wurdeder Stifter der Linien von Neuhaus, Wiltschiitz und Hertwigswaldau.Diese Seitenlinie erlosch in der Mitte des 16. Jahrhunderts (|fH) mitHeinrich Schatfgotsch, königl. polnischem General und Anführer derscldesischen Kriegsvölker gegen die Türken. — Der oben erwähnteGotsche S. II. war einer der merkwürdigen Vorfahren dieses erlauch-ten Hauses. In gleichem Ansehen beim deutschen Kaiser, wie beidem Könige von Böhmen und den plastischen Herzögen, brachte erWürden und Güter so wie eine Vermehrung des Wappens an seinHaus. Kr wurde dem Herrenstande des Königreichs Böhmen einver-leibt, und bekam das damals höchst seltene Prädicat Wohlgeboren selbstvom Kaiser beigelegt. Er brachte die Schlösser Kienast 1360, Greifen-stein 1418, und die Städte Greifenberg und Friedeberg an der Queis ansich, und stiftete im Jahre 1403 als Burggraf zu Warmbrunn die da-sige Cisterzienserpropstei. Dieser merkwürdige Mann starb im Jahre1420, und sein Ruhm veranlasste die dankbaren Enkel, seinen Tauf-namen Gotthard oder Gotsche mit dem Familiennamen SchalF zu verei-nigen , und sich von da an Schairgotsch zu nennen. — Johann SchatF-gotsch auf dem Kynast war 1457 Landeshauptmann der FiirstenthümerSchweidnitz und Jauer, auch Hofrichter zu Schweidnitz. Er war zwei-mal vermählt, zuerst mit einer v. Chotienicz, der Tochter des Be-sitzers vom Fürstenstein; zum zweitenmal mit Hedwig v. Zedlitz-Neu-kirch. (M. s. M. Dewerdecks Siles. Numism. p. 664.) Aus der erstenEhe war Johann v. S. auf Kemnitz, der die neue Kemnitzer Liniestiftete, die jedoch mit seinen beiden Söhnen Hinz und Peter 1500 und1503 wieder erlosch, dagegen pilanzten drei der sieben Söhne aus derzweiten Ehe das alte Geschlecht zu neuem Ruhme fort. Der ältesteder sieben Brüder, Christoph, der auf dem Kynast sass, wurde imJahre 1493 unglücklicherweise von einem v. Nimptsch in der Näheder Seifersdorfer Kirche erschossen. An ton, Kaspar und Ulrich, diedrei jüngsten der sieben Brüder waren es, die das Geschlecht fort-pflanzten. Anton führte den Namen der schwarze Mann. Unter die-ser Bezeichnung ist er noch heute auf der Glocke zu Schildau ange-führt , die er giessen Hess, als ihm Schildau, Boberstein, Rohrlachund ein Theil der Stadt Schmiedeberg als väterliches Erbe zuliel. Erhatte mit einer v. Schönberg sechs Söhne, von denen der fünfte, An-ton, in das gelobte Land zog und eine lange Gefangenschaft unter denSarazenen erdulden musste. — Kaspar Schatfgotsch hatte in der Thei-lung des väterlichen Erbes Fischbach, Berbisdorf, Schwarzbach, Rauske,Kunzendorf, Michelsdorf, Stonsdorf, Schwarz-Hartmannsdorf und einenTheil von Schiniedeberg erhalten, und war Landeshauptmann der Für-stenthiimer Schweidnitz und Jauer. — Ulrich, der jüngste der obengenannten drei Brüder, erhielt in der Theilung den Kynast und Grei-fenstein , und starb hochbejahrt mit Hinterlassung zweier Söhne.

Von Kaspars Nachkommen erlangten sieben Enkeln und Urenkeln einedurch Kaiser Rudolph II. vom 5. Juli 1592 ausgestellte Bestätigungs-urkunde des freiherrlichen Standes, und zugleich den gemeinschaftlichenTitel Schairgotsch zu Kynast und Greifenstein, Freiherren zu Tra-chenberg. Die Herrschaft Trachenberg hatte am 5. Juli des Jahres1593 Adam, Freiherr v, S., Kanzler der Fiirstenthümer Schweidnitzund Jauer, von den Freiherren v. Kurzbach für 195,000 Thlr. erkauft.Er war auch Herr der Herrschaften Friedland und Bielitz im Fiir-stenthume Neisse. — Im Jahre 1596 conlirmirte auch Kaiser Ru-dolph II. ein, von den erwähnten sieben Enkeln und Urenkeln Kas-