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Schätzel ■—• Scliaffgotsch.
(1) Alexanilrine , geb. 1S20.
e) Sophie, geb. 1812.
f) Murin, geb. 1827.
2) Eugenie, geb. 1781, vermählt mit dem Grafen Clemens v. Iloens-broeck, Erblandmarschall von Geldern.
Die Grafen v. S. führen ein quadrirtes Wappen. Im 1. und 4.silbernen Felde sind drei rothe Kugeln (oben zwei, unten eine) untereinem blauen Turnierkragen angebracht, die goldenen Felder 2 und 8sind mit einem rothen Hirschgeweih belegt. Der bewulstete Helm istmit einem Pfauenschweife geziert. Die Decken sind roth und golden.
Schätzel, die Herren von.
Ein prenssisches und pommersches altadeliges, in Oesterreich nndSteyermark freiherrliches, auch in Baiern und Hessen seit Jahrhun-derten einheimisches Geschlecht. Es zerfällt in die lutherische und indie katholische Linie. Wahrscheinlich kamen die v. S. mit dem Or-den aus dem südlichen Deutschland nach Preussen und Pommern. InPreussen ist Lompe ein altes Besitzthum dieses Hauses. In Pom-mern besitzen die v. Schätzel noch gegenwärtig Naulin bei Pyritz.Karl Heinrich v. Schätzel, Oberster und Commandeur der Garde duCorps, besass bis an seinen 1780 erfolgten Tod die Güter Döberitzund Ferbitz im Havellande. Er hinterliess von einer v. Ketzow dreiSöhne. Im Jahre 180ti war ein von Schätzel Landrath des KreisesSoldin, seine zu Berlin lebende Wittwe ist die der theatralischen Weltbekannte Künstlerin Schick. Eine Tochter aus dieser Ehe ist die be-rühmte Sängerin v. Schätzel, jetzt verheirathet an den Geh. Hofbuch-drucker Decker in Berlin. — In Berlin lebt auch der Oberstl. v.Schätzel, früher Command. eines Kürassierregiments.
Schaffgotsch, die Grafen von.
Virtute et fortuna.
(Wahlspruch des Hauses.)
Unter den ältesten und vornehmsten , noch heute im gleichen An-sehen, wie vor Jahrhunderten blühenden Geschlechtern in Schlesiennehmen die Grafen v. Scliaffgotsch eine der ersten Stellen ein. An-fänglich kommen sie unter dem Namen Schölt', Schaff und Schaf inalten lateinischen Urkunden auch unter dem Namen Ovis vor, ein Um-stand, der mehrere Autoren veranlasst hat, ihre Abkunft von dem be-rühmten römischen Geschlechte der Qvinas herzuleiten; später setztensie den Namen eines ihres Ahnherren Gotthard oder Gotsche (Götz)ihrem ursprünglichen Familiennamen bei, woraus die heutige Bezeich-nung Scliaffgotsch entstanden ist. Zuerst erscheinen die v. Schoff inFranken, wo Hugo de Schoff Domherr und Sacristan zu Würzburg ineiner Urkunde vom Jahre 1174 genannt wird. Von da an kommen diev. Schaff in Thüringen, Meissen, der Lausitz und in Schlesien vor. —Der erste Bitter dieses Geschlechtes, der in Schlesien erscheint, warSihotho (Seibold) v. Scholf, welcher vom Herzoge Boleslav IT. alsdankbare Anerkennung der ihm und seinem erlauchten Vater, Hein-rich IL., geleisteten treuen Dienste, die Burg Kemnitz, zwischen Ilirsch-berg und Greifenberg, im Vorgebirge der Sudeten gelegen, im Jahre1243 geschenkt erhielt. Sihotho , Castellan oder Schlossgesessener zuKemnitz, hatte einen Sohn, Johannes Schalf, dessen Enkel, Ul-